Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute haben ihr Immobilienfinanzierungsgeschäft im Jahr 2025 deutlich ausgebaut. Das Neugeschäftsvolumen wuchs um 15,7 % auf 148,6 Mrd. Euro — nach 128,4 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Neugeschäft verteilte sich dabei gleichmäßig über alle vier Quartale, mit Werten zwischen 36,3 und 38,2 Mrd. Euro; den Höchstwert verzeichneten die Institute im Schlussquartal.
Wohnimmobilien: Nachfrage zieht über alle Segmente an
Wohnimmobiliendarlehen dominierten das Geschäft wie in den Vorjahren: Mit 92,6 Mrd. Euro übertraf das Segment den Vorjahreswert von 78,8 Mrd. Euro um 17,5 %. vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt verwies dabei auf eine breit angelegte Nachfragebelebung: Die Kreditnachfrage habe nicht nur für den Bestandserwerb, sondern — ähnlich zu den moderat steigenden Baugenehmigungszahlen, die das Statistische Bundesamt kürzlich vorgestellt hat — auch für den Wohnungsneubau zugenommen.
„Die Pfandbriefbanken blicken in Anbetracht der wirtschaftlichen und geopolitischen Umstände auf ein zufriedenstellendes Immobilienkreditgeschäft im Jahr 2025."—vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt
Mehrfamilienhäuser mit stärkstem Zuwachs
Innerhalb des Wohnsegments führten Ein- und Zweifamilienhäuser das Neugeschäft volumenmäßig an: Auf sie entfielen 44,2 Mrd. Euro — knapp 48 % des gesamten Wohnimmobilienvolumens. Dahinter folgten Mehrfamilienhäuser mit 22,8 Mrd. Euro sowie Eigentumswohnungen mit 20,7 Mrd. Euro. Den stärksten prozentualen Zuwachs verzeichneten Mehrfamilienhäuser mit 27,4 %; Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen legten um 16,3 % bzw. 15,6 % zu.
Gewerbeimmobilien: Büros stellen mehr als die Hälfte des Volumens
Das Neugeschäft bei Gewerbeimmobilien summierte sich auf 56,0 Mrd. Euro, ein Plus von 12,9 % gegenüber 2024. Bürodarlehen dominierten das Segment mit einem Volumen von 28,8 Mrd. Euro — mehr als die Hälfte des gesamten Gewerbeneugeschäfts. Einzelhandelsobjekte folgten mit 13,5 Mrd. Euro, Hotels mit 4,5 Mrd. Euro, sonstige gewerblich genutzte Objekte mit 8,0 Mrd. Euro und Industriegebäude mit 1,2 Mrd. Euro. Trotz der Erholung blieb das Gewerbegeschäft angesichts struktureller Veränderungen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt und des gesamtwirtschaftlichen Umfelds deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.
Bestand: Wohnen wächst, Gewerbe gibt nach
Der Gesamtbestand an ausgereichten Immobiliendarlehen bewegte sich zum 31. Dezember 2025 mit 1.040,3 Mrd. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (31.12.2024: 1.042,1 Mrd. Euro). Die Segmententwicklung verlief jedoch gegenläufig: Der Wohnimmobiliendarlehensbestand wuchs um 1,3 %, während der Bestand an Gewerbeimmobiliendarlehen um 3,8 % zurückging. Mit einem Anteil von 85,3 % entfiel der weit überwiegende Teil des Finanzierungsvolumens weiterhin auf Objekte in Deutschland.
Tolckmitt fasste die Gesamtlage nüchtern zusammen: „Die Pfandbriefbanken blicken in Anbetracht der wirtschaftlichen und geopolitischen Umstände auf ein zufriedenstellendes Immobilienkreditgeschäft im Jahr 2025“. Das Neugeschäftsvolumen sei „über nahezu alle Objektklassen hinweg angestiegen“ — ein Signal, das auf eine schrittweise Stabilisierung des deutschen Immobilienfinanzierungsmarkts hindeutet, wenngleich das Gewerbesegment strukturell unter Druck bleibt.