Sie ist 34 km lang und hat einen Durchmesser von 1 m: Die Hochdruck-Erdgasleitung, die die PORR im Auftrag der staatseigenen GAZ-SYSTEM zwischen Kolnik und Danzig baut. Dabei handelt es sich um einen Schlüsselabschnitt des ambitionierten FSRU-Programms (Floating Storage Regasification Unit). Im Rahmen dessen wird ein schwimmender LNG-Terminal im Raum Danzig errichtet. Der Terminal nimmt in großen Mengen flüssiges Erdgas auf, welches von Tankern angeliefert wird. Von dort wird das Erdgas über ein Netz von Pipelines in Polen verteilt.
Bei dem Abschnitt Kolnik-Danzig handelt es sich nun um den ersten Onshore-Abschnitt des Pipeline-Systems. Die PORR führt den Spezialauftrag in einem Zeitraum von nur 25 Monaten aus. Das Auftragsvolumen beträgt EUR 90,5 Mio.
Nachhaltige Stärkung der Energieversorgung
„Der Bau der Gaspipeline ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung und Stabilisierung der polnischen und auch der europäischen Energieinfrastruktur. Durch die Anbindung des Pipeline-Netzes an den LNG-Terminal schaffen wir neue Versorgungswege. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten kann somit reduziert und die Energieversorgung weiter diversifiziert werden.“—Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR.
Der neue Abschnitt muss als Hochdruckleitung einem Gasbetriebsdruck von 8,4 MPa standhalten. Er verläuft durch insgesamt fünf Ortschaften in der Woiwodschaft Pommern: Die Stadt Danzig, Pruszcz Gdański, Cedry Wielkie, Suchy Dąb und Pszczółki. Zum Auftrag gehören ebenfalls eine FSRU-Messstation und ein Glasfaserkabel.
„Die PORR bringt hier ihre umfangreiche Erfahrung im Pipeline-Bau in Polen ein“, schildert Strauss. Mehr als 300 km an Pipelines hat die PORR bereits im Zuge mehrerer Projekte erfolgreich für GAZ-SYSTEM umgesetzt und so ihre Kompetenz umfassend unter Beweis gestellt. Der Bau des Abschnitts Kolnik–Danzig setzt diese bewährte Zusammenarbeit fort.