PORR bündelt Bauleistungen für mehr Kosten- und Terminsicherheit

Ein Vertrag, ein Ansprechpartner: PORR setzt auf integriertes Bauen mit BIM und TGA aus einer Hand.
Ferdinand Neubauer
Ferdinand Neubauer
PORR bündelt Bauleistungen für mehr Kosten- und Terminsicherheit
© PORR & Tchoban Voss Architekten

Die PORR setzt in Deutschland auf das One-Stop-Prinzip: Planung, Spezialtiefbau, Hochbau und TGA kommen aus einer Hand – vom Entwurf bis zur Schlüsselübergabe. Ziel ist mehr Kosten- und Terminsicherheit für Auftraggeber.

Kern des Modells: ein Ansprechpartner, ein Vertrag. Das soll Abstimmungen vereinfachen, Schnittstellen reduzieren und Prozesse beschleunigen.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Wohnquartier „Schützengarten“ in Dresden. Dort hat PORR als Generalunternehmer 403 Wohnungen, Gewerbeflächen und zwei Tiefgaragen mit 193 Stellplätzen umgesetzt. 19 Gebäude, zwei Bauabschnitte, rund 29.000 m² Wohnfläche. Neben dem Hochbau übernahm das Unternehmen auch den Spezialtiefbau – ein Vorteil bei Koordination, Terminen und Kostenkontrolle.

Ein weiteres Beispiel ist das Mixed-Use-Quartier „Forty4“ in Berlin-Friedrichshain. Vier Gebäude mit rund 40.000 m² Bruttogeschossfläche für Hotel, Wohnen, Büro und Gastronomie. PORR verantwortet auch hier Baugrube, Hochbau und die BIM-gestützte Abwicklung. Geplant sind unter anderem CO₂-reduzierter Beton, Photovoltaik und ein Regenwassersystem. Für den ersten Bauabschnitt wird eine DGNB-Zertifizierung in Gold angestrebt.

Digitale Methoden wie BIM und LEAN Construction sollen Abläufe planbarer machen. Mengen, Termine und Kosten werden modellbasiert gesteuert.

Ein Schwerpunkt liegt auf der integrierten Technischen Gebäudeausrüstung. Energie, Brandschutz, Lüftung und smarte Systeme werden früh koordiniert, um spätere Änderungen zu vermeiden. Das soll nicht nur die Bauphase stabilisieren, sondern auch den späteren Betrieb erleichtern.

Das Fazit des Unternehmens: weniger Schnittstellen, klarere Verantwortlichkeiten und höhere Transparenz bei Kosten und Zeit.