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Porr muss 62 Millionen Euro zahlen

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) straft den heimischen Baukonzern Porr wegen Kartellvergehen mit einem Bußgeld in Höhe von 62,35 Millionen Euro ab. Das ist die bisher höchste Strafzahlung in der Geschichte der BWB.
Amelie Miller
Amelie Miller

Im Rahmen von Settlementgesprächen mit der BWB, unter Einbeziehung des Bundeskartellanwalts, habe die Porr AG ein Anerkenntnis abgegeben, wodurch sich der Konzern wegen Absprachen in der Bauwirtschaft zur Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 62,35 Mio. Euro verpflichte, gaben die Wettbewerbshüter bekannt. In weiterer Folge werde die BWB "den Geldbußenantrag beim Kartellgericht konkretisieren".

Der Vorstand der PORR erwartet unter Berücksichtigung der Einigung mit der BWB eine negative Auswirkung auf die EBT-Marge von rund 0,5 %-Punkten für das Geschäftsjahr 2021.  

Gleichzeitig bestätigt der Vorstand aufgrund der aktuellen positiven Geschäftsentwicklung den bestehenden Ausblick mit einer Produktionsleistung von 5,3 bis 5,5 Milliarden Euro sowie einer EBT-Marge von 1,3 % bis 1,5 %. 

Weiters prüft die PORR derzeit eine Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten aus dem bestehenden genehmigten Kapital. Vorbehaltlich der Marktbedingungen erwägt das Unternehmen die Ausgabe neuer Aktien. Die Kernaktionäre der PORR, das Syndikat (Strauss Gruppe, IGO Industries Gruppe), beabsichtigt, an der geplanten Barkapitalerhöhung zu partizipieren.  Eine Entscheidung über den genauen Umfang und den Zeitpunkt einer solchen potenziellen Barkapitalerhöhung ist noch nicht getroffen worden, könnte aber in Kürze erfolgen, wie die PORR heute in einer Aussendung mitteilte. 

Bei der Bewertung der Optionen für eine Barkapitalerhöhung wird die Gesellschaft von Berenberg als Sole Global Coordinator und Joint Bookrunner zusammen mit Erste Group und Raiffeisen Bank International als weitere Joint Bookrunners beraten. Rothschild & Co fungiert als Finanzberater der PORR AG.

(APA/Red)