Die Österreichische Post AG hat an ihrem Standort Post City Linz — einem ehemaligen Logistikzentrum nahe dem Linzer Hauptbahnhof — insgesamt 2.235 Quadratmeter Fassade auf einer Länge von knapp 150 Metern künstlerisch gestalten lassen. Das Projekt trägt das Leitmotiv „Addressing Tomorrow" und entstand in Zusammenarbeit mit dem internationalen Urban-Art-Kollektiv Calle Libre sowie vier international tätigen Künstler:innen. Das Ergebnis gilt als Österreichs größtes Street-Art-Ensemble.
Die Post City Linz ist seit Jahrzehnten Teil der städtischen Infrastruktur und aufgrund ihrer prominenten Lage auch prägend für das Stadtbild. Mit dem Projekt erweitert die Österreichische Post die Funktion des Standorts: Bestehende Unternehmensinfrastruktur wird zur Trägerin einer öffentlichen Qualität.
„Als Unternehmen denken wir bei unseren Standorten langfristig. Dazu gehört auch die Frage, wie wir mit dem umgehen, was bereits da ist und welche Qualität wir daraus entwickeln können. Die Post City Linz zeigt, dass man einem ehemaligen Logistikstandort eine neue, spannende Perspektive geben kann. Mit ‚Addressing Tomorrow' nutzen wir in einer Übergangsphase unsere bestehende Infrastruktur und schaffen Raum für Kunst, die über die Post hinaus Wirkung entfalten soll.“—Generaldirektor Walter Oblin
„Linz ist eine Stadt im Wandel, und genau deshalb passt ein Projekt wie ‚Addressing Tomorrow' sehr gut zu uns. Die Post City Linz zeigt, wie ein Ort mit Geschichte neu gedacht und für die Menschen geöffnet werden kann.“—Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer
„Kultur findet nicht nur in Institutionen statt, sondern sichtbar, offen und mitten im Alltag der Menschen.“—Eva Malfent, Leiterin des Referats Kulturprojekte beim Land Oberösterreich
Vier internationale Künstler:innen, ein Leitmotiv
Die künstlerische Umsetzung verantworten vier international tätige Positionen: Manuel Skirl und Linda Steiner aus Österreich, JahOne aus Bulgarien sowie Spidertag aus Spanien. Alle vier greifen das Leitmotiv „Addressing Tomorrow" auf und bearbeiten Themen wie Natur, Technologie, Zeit und gesellschaftliche Veränderung.
„Die besondere Qualität dieses Projekts liegt im Ort selbst. Kunst entsteht hier nicht in einem eigens dafür geschaffenen Kulturraum, sondern mitten in bestehender Unternehmensinfrastruktur. Dadurch verändert sich nicht nur die Fassade, sondern auch die Wahrnehmung des gesamten Standorts.“— Kurator und Calle-Libre-Vorstandsvorsitzender Jakob Kattner
Das Projekt erhält eine internationale Verlängerung: Street Art steht 2027 im Mittelpunkt der seit 1956 ausgegebenen Serie „Europa-Briefmarke". Die Österreichische Post wird im Rahmen dieser Serie ein Kunstwerk von der Post City Linz abbilden und damit die künstlerische Zusammenarbeit weit über den Linzer Standort hinaus sichtbar machen.
Calle Libre Festival: 18. und 19. September 2026
Am 18. und 19. September 2026 öffnet die Post City Linz bei freiem Eintritt für die Öffentlichkeit. Das Festivalprogramm umfasst kostenlose Führungen zu den Werken und Künstler:innen, ein Künstler:innengespräch sowie Live Painting mit dem Künstler Coins. Mit Noel Art und Mario Naise sind zwei Vertreter der lokalen Linzer Street-Art-Szene im Programm. Eine Druckstation lädt zur aktiven Teilnahme ein. Im Rahmen des Festivals gestaltet Manuel Skirl zudem den ersten Street-Art-Container der Post.
Musikalisch setzt das Festival auf lokale und weibliche Positionen: Am Freitag bespielt das DJ-Kollektiv Radio Rudina mit EnduroXS, Vivienne Pohl und YPSY von 16:00 bis 22:00 Uhr ein all-female Line-up, wobei EnduroXS aus Linz stammt. Am Samstag übernehmen Korli (Caorli), Subbee und Carmen Ibanez — alle aus Linz — das DJ-Pult bis 22:00 Uhr.
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