Die Österreichische Post verpflichtet sich zum Erhalt des Postsportplatzes in Hernals und des gemeinnützigen Sports auf dem Gelände, wie sie auch schon in der Vergangenheit mehrmals kommuniziert hat. Wie die Post gestern bei einer Diskussion mit Beteiligten von Stadt Wien, Bezirk, Postsportverein und der Initiative „Rettet den POST SV“ abermals bestätigt hat, wird es auch in Zukunft Vereinssport und Schulsport geben. Der gemeinnützige Sport – mit Minigolf, Fußball, Tennis, Landhockey, Volleyball, Basketball, Handball – bleibt erhalten.
Der befristete Vertrag mit dem Post SV läuft Ende des Jahres 2027 aus. Als teilstaatliches Unternehmen ist die Post durch das EU-Beihilfenrecht und das Vergaberecht gesetzlich verpflichtet, den zukünftigen Sportbetrieb in einem transparenten, öffentlichen, nichtdiskriminierenden Vergabeverfahren auszuschreiben.
Sicherung des gemeinnützigen Vereinssports
Um den gemeinnützigen Sport für die nächsten Jahre langfristig abzusichern, wird die Post voraussichtlich Ende Juni die Ausschreibungsverfahren starten. Für den Betrieb der gemeinnützigen Sportflächen können sich gemeinnützige Betreiber*innen bewerben, eine gewerbliche Nutzung ist ausgeschlossen. Die Post unterstützt den gemeinnützigen Sport auch zukünftig und ermöglicht ein leistbares Angebot für alle Altersklassen und sozialen Schichten, indem sie für diese Flächen nur einen symbolischen Anerkennungszins verlangt.
Ein gewerblicher Sportbetrieb – damit ist etwa eine Nutzung durch Sportschulen gemeint – wird in Zukunft in einem vergleichbaren Rahmen wie auch heute schon stattfinden. Im Wesentlichen geht es um Tennisplätze und Beachvolleyball-Freianlagen. Für die gewerbliche Nutzung können sich auch gemeinnützige Vereine bewerben, bspw. allein oder in Kombination mit Partner*innen. Eine Erweiterung des Sportangebots durch Konzepte für zusätzliche Sportarten wird in der Ausschreibung für den gewerblichen Sportbetrieb besonders berücksichtigt.
Zur Objektivierung der Ausschreibung erhält die Post Unterstützung durch einen externen Konsulenten mit einer Spezialisierung auf den Betrieb von Sportflächen. Die Angebote werden durch ein Gremium bewertet, welchem auch der externe Sportkonsulent angehört. Die Post spricht zudem eine Einladung an öffentliche Stakeholder*innen wie den 17. Bezirk oder die MA 51 (Sport) aus, dem Gremium zur Bewertung der Sportkonzepte beizutreten.
Gesamthafte Quartiersentwicklung
Im Zuge einer städtebaulichen Quartiersentwicklung soll eine Ergänzung durch Wohnbau stattfinden, allerdings nur unter einer Prämisse: Dem Erhalt der Sportflächen. Die Post ermöglicht eine Quartiersentwicklung, zu der etwa leistbares Wohnen zählt, ausschließlich auf bereits heute schon versiegelten Flächen an den Rändern des Grundstücks, konkret auf bereits heute asphaltierten Parkplätzen oder der vorhandenen Bebauung durch alte Bestandsgebäude am Nordrand. Die Sportflächen des Areals bleiben erhalten.
Nächste Schritte
Voraussichtlich im Spätsommer ist eine gemeinsame Informationsveranstaltung von Stadt Wien und Post direkt am Hernalser Postsportplatz geplant. Sportlerinnen und Anrainerinnen erhalten die Möglichkeit, sich umfassend zur Zukunft des Postsportplatzes zu informieren. Auch ein weiterer Beteiligungsprozess wird im Zuge dessen gestartet.
Fakten auf einen Blick
(Stand: Juni 2026)