Das Land Sachsen-Anhalt hat das rund 400 Hektar umfassende Industriegrundstück, das ursprünglich für Intels Chipfabrik in Magdeburg vorgesehen war, vom US-Konzern zurückgekauft. Grundlage bildet die endgültige Aufgabe des Fabrikprojekts durch Intel im Jahr 2025. Das Finanzministerium Sachsen-Anhalts erklärte, mit dem Vertragsabschluss sei „die Grundlage für die Weiterentwicklung des Standortes geschaffen“.
Rückabwicklung nach endgültiger Projektaufgabe
Intel hatte seine Pläne für eine Chipfabrik in Magdeburg 2022 angekündigt, das Projekt 2024 zunächst stillgelegt und 2025 endgültig aufgegeben. Seitdem arbeiteten die Vertragsparteien an der Rückabwicklung der Grundstücksgeschäfte. Mit dem nun vollzogenen Rückkauf durch das Land schließt dieser Prozess formal ab.
Gesamtfläche von rund 1.100 Hektar vorgesehen
Die von Intel erworbenen Flächen umfassten rund 400 Hektar und erstrecken sich auf das Stadtgebiet Magdeburg sowie zwei angrenzende Gemeinden. Das Land beabsichtigt, diese Areale langfristig zu einem High-Tech-Park Sachsen-Anhalt zu entwickeln. Der gesamte geplante Industriepark soll eine Fläche von etwa 1.100 Hektar umfassen. Die Flächen von der landeseigenen High-Tech Park Sachsen-Anhalt GmbH (HTP GmbH) weiterentwickelt werden. Ziel ist die Etablierung eines international anschlussfähigen High-Tech-Standortes mit Fokus auf technologieintensive Industrieansiedlungen, innovative Wertschöpfungsketten sowie moderne Infrastruktur- und Innovationskonzepte.
Kaufpreis nicht öffentlich — dreistelliger Millionenbetrag genannt
Der genaue Kaufpreis für die Flächen wurde nicht öffentlich bekannt gegeben. Im Vorfeld war jedoch von einem „dreistelligen Millionenbetrag“ die Rede.
Parallel zur Rückabwicklung laufen bereits Verhandlungen mit potenziellen Nachfolgeunternehmen. Darunter befindet sich FMC, das Chips für KI-Rechenzentren produzieren möchte. Zugleich werden Gespräche mit Bund und EU über mögliche Förderungen geführt. Die infrastrukturellen Voraussetzungen für den High-Tech-Park, insbesondere die Versorgung mit Strom und Wasser, werden aktiv vorangetrieben. Das Land positioniert den Standort damit als investitionsbereit für technologieintensive Ansiedlungen — sobald geeignete Nachfolger feststehen und Förderzusagen gesichert sind.