News

Sale-and-Leaseback gewinnt an Bedeutung bei Immobilienstrategien von Unternehmen

Unternehmen setzen stärker auf Sale-and-Leaseback. In Österreich wurden zuletzt rund 73 Mio. Euro investiert, vor allem in Logistikimmobilien.
Ferdinand Neubauer
Ferdinand Neubauer
Sale-and-Leaseback gewinnt an Bedeutung bei Immobilienstrategien von Unternehmen
© Corporate Capital Report

Unternehmen nutzen Immobilien zunehmend, um Kapital freizusetzen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Sale-and-Leaseback-Modelle: Firmen verkaufen Gebäude und mieten sie anschließend weiter.

In Österreich wurden in den vergangenen zwei Jahren rund 73 Millionen Euro in mittel- bis großvolumige Sale-and-Leaseback-Transaktionen investiert. Der größte Anteil entfiel mit 74 Prozent auf Industrie- und Logistikimmobilien. Büro- und Einzelhandelsobjekte machten jeweils etwa 10 Prozent aus.

Ende 2025 verkaufte zudem ein privater Betreiber ein Rehabilitationszentrum an eine österreichische Bank.

„Unternehmen betrachten Immobilien heute zunehmend als strategischen Hebel zur Kapitalallokation. Vor allem Sale-and-Leaseback-Transaktionen ermöglichen es, Kapital freizusetzen und gleichzeitig operative Flexibilität zu bewahren.“
—James Lombard, Colliers. 

Auch europaweit wächst der Markt: 2025 erreichte das Transaktionsvolumen rund 5,4 Milliarden Euro – ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders gefragt waren Industrie-, Logistik- und Einzelhandelsimmobilien.

Zugleich gewinnen Investitionen in digitale Infrastruktur an Bedeutung. Rechenzentren machten zwischen dem ersten und dritten Quartal 2025 rund 31 Prozent des weltweit eingesammelten Immobilienkapitals aus. Für 2026 erwarten Marktbeobachter weiterhin viele Transaktionen, vor allem in den Bereichen Industrie, Logistik und Handel.