Die Salzburg Wohnbau hat 2025 insgesamt 15 Projekte mit 273 Wohnungen gestartet. Das Investitionsvolumen für Neubau und Sanierung lag bei 92 Millionen Euro. Für 2026 sind 155 Wohnungsübergaben geplant. Rund 70 Prozent der neuen Einheiten entfallen auf geförderte Miet- und Mietkaufwohnungen.
„Die Wohnbauförderung hat gemeinsam mit dem stabiler werdenden Zinsmarkt Bewegung in den Markt gebracht“, sagt Geschäftsführer Georg Grundbichler. Eigentum sei damit für breitere Bevölkerungsschichten wieder realistischer geworden. Gleichzeitig bleibe die geförderte Mietwohnung das gefragteste Produkt.
Der Verwaltungsbestand der Salzburg Wohnbau wuchs Ende 2025 auf 37.700 Einheiten, darunter mehr als 20.000 Wohnungen. Neben eigener Bautätigkeit treibt auch die Nachfrage nach Hausverwaltung das Wachstum an.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Bauen im Bestand. In Hallein entsteht auf dem ehemaligen Reisinger-Areal mit „STADT.LAND.LEBEN.“ eines der größten Projekte des Unternehmens. Geplant sind 183 geförderte Wohnungen, betreutes Wohnen, Generationenwohnen sowie Gewerbeflächen und öffentliche Grünräume. Die Entwicklung erfolgt vollständig auf einer bereits genutzten Fläche.
„Das Projekt zeigt exemplarisch, wie wir künftig bauen wollen: Bestand weiterentwickeln statt neue Flächen versiegeln“, sagt Geschäftsführer Thomas Maierhofer.
Beim Rückbau wurden mehr als 700 Tonnen Ziegel und rund 3.000 Kubikmeter Altbeton recycelt. Ein Teil der bisher versiegelten Fläche wird entsiegelt und begrünt.
Auch beim Projekt „BILLY UP“ in Salzburg setzt die Salzburg Wohnbau auf Wiederverwertung. Dort wurden erstmals in Österreich robotergedruckte Nasszellen aus Beton verbaut. Laut Unternehmen spart das Material und reduziert den CO₂-Ausstoß.
Mit dem Forschungsprojekt „Reduce25“ arbeitet die Salzburg Wohnbau zudem an neuen Bauweisen. In Hallein entsteht aktuell das erste mehrgeschoßige Wohnbauprojekt Österreichs mit 3D-gedruckter Betondecke. Laut Unternehmen sinken dadurch Betonverbrauch und CO₂-Ausstoß deutlich.
In der Hausverwaltung erweitert die Salzburg Wohnbau ihre digitalen Angebote um ein neues Abstimmungstool für Eigentümergemeinschaften. Beschlüsse sollen damit auch unabhängig von Eigentümerversammlungen digital möglich sein.