Salzburgs größtes gemeinnütziges privates Pflegewohnhaus fertig

58 Bewohner übersiedeln – aus der „ÖJAB-Seniorwohnanlage Aigen“ wird das „ÖJAB-Pflegewohnhaus Salzburg“
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
ÖJAB-Pflegewohnhaus Salzburg
ÖJAB-Pflegewohnhaus Salzburg
© Patricia Bagienski – Grandits

Seit Februar 2024 vergrößert und modernisiert die ÖJAB ihre 1991 errichtete Seniorenwohnanlage Aigen in der Aigner Straße 19 in der Stadt Salzburg. Ein fünfgeschoßiger Neubauteil mit 58 Einbettzimmern wurde vor wenigen Wochen fertiggestellt. Von 12. Jänner bis 16. Jänner 2026 übersiedeln 58 der derzeit 112 Bewohner vom älteren Bestandsgebäude in den Neubau. Er bietet helle Räume mit viel Tageslicht und schönen Ausblicke in die umgebende Natur, die geschütztes Grünland der Stadt Salzburg ist. Die Zimmeraufteilung ist abwechslungsreich, der umgebende Park lädt zu Spaziergängen ein. Die Innenbereiche und der Park werden von der Künstlerin Birgit Schweiger mitgestaltet.

Aus dem bisher in Salzburg seit Jahrzehnten bekannten Namen „ÖJAB-Senior:innenwohnanlage Aigen“ wird ab 12. Jänner 2026 das „ÖJAB-Pflegewohnhaus Salzburg – Wohlfühlen im Park“.

Im Trakt A des Bestandgebäudes an der Aigner Straße bleiben 54 Bewohner weiter wohnen, während zunächst der rückwärtige Trakt B des Bestandsgebäude saniert wird. Ende 2028 soll dann das gesamte „ÖJAB-Pflegewohnhaus Salzburg“ fertig sein und 148 Pflegeplätze bieten. Es wird damit das größte privat geführte Pflegewohnhaus des Bundeslandes Salzburg sein.

Regionale Unternehmen prägen das neue Pflegewohnhaus: Die Planung erfolgte durch das Salzburger Büro kofler architects. Generalunternehmer ist die Baustellenzone GmbH aus Mondsee und Baufirma die Johann Oberrater Bauunternehmungs-GmbH aus Maishofen im Bezirk Zell am See.

Große Brandschutzübung der Feuerwehr

Am 17. Jänner 2026 wird die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg unter Aufsicht der Berufsfeuerwehr von 12:00 bis ca. 14:00 Uhr den leer gewordenen Trakt B des Bestandsgebäudes für eine Großübung nutzen. In den ersten zehn Minuten werden die diensthabenden Pflegekräfte den internen Ablauf eines Brandalarms über die Brandmeldeanlage gemäß Alarmplan üben. Dann werden 50 Feuerwehrleute mit 6 Einsatzfahrzeugen (Tanklöschfahrzeugen und Pumplöschfahrzeugen) und einem Kommandofahrzeug übernehmen und einen Löschangriff auf das leere Pflegegebäude durchführen. Der Brand wird mit Nebelmaschinen und Theaterrauch simuliert.

Gleichzeitig werden sie bettlägerige Menschen und Personen in Rollstühlen evakuieren, die von Statisten dargestellt werden.

„Die ÖJAB gibt der Feuerwehr die Möglichkeit, die Rettung pflegebedürftiger und gehbehinderter Menschen realitätsnah in einem leeren Pflegewohnhaus zu üben. Damit leisten wir einen gesellschaftlichen Beitrag und sorgen für die bestmögliche Sicherheit der uns anvertrauten Menschen“, sagt Reinhard Gager, der Haus- und Pflegedienstleiter des ÖJAB-Pflegewohnhauses Salzburg.

Digitale Innovation ermöglicht mehr Zeit für den Menschen

Für das ÖJAB-Pflegewohnhaus Salzburg werden zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Die ÖJAB als NGO zeigt sich sicher, diese zu finden. „Unser neues Salzburger Pflegewohnhaus bietet moderne, attraktive Arbeitsplätze, die die Freude an der täglichen Arbeit fördern. Innovative Technologien, z.B. moderne, intuitiv bedienbare Dokumentationssysteme, entlasten unsere Mitarbeitenden von bürokratischen Aufgaben. So bleibt wertvolle Zeit für die individuelle Betreuung unserer Bewohnerinnen und Bewohner, für Begegnungen und Gespräche“, sagt Reinhard Gager. ÖJAB-Geschäftsführerin Monika Schüssler ergänzt: „Unsere Offenheit, unsere gelebten Werte und authentische, gesunde Führung bewirken Zusammenhalt und mentale Gesundheit in der ÖJAB, so auch hier in Salzburg. Wir nehmen auf familiäre und individuelle Bedürfnisse der Mitarbeitenden Rücksicht.“