AVORIS Immobilienentwicklungs GmbH beantragt Sanierungsverfahren

Andere AVORIS Gesellschaften in der Gruppe sind nicht betroffen. Die Projekte werden planmäßig weitergeführt.
Michael Neubauer
Michael Neubauer
AVORIS Immobilienentwicklungs GmbH beantragt Sanierungsverfahren
© AdobeStock

AVORIS Immobilienentwicklungs GmbH beantragt Sanierungsverfahren

Andere AVORIS Gesellschaften in der Gruppe sind nicht betroffen. Die Projekte werden planmäßig weitergeführt.

Für die AVORIS Immobilienentwicklungs GmbH der AVORIS-Unternehmensgruppe wird ein Sanierungsverfahren beantragt. Die AVORIS Unternehmensgruppe als solche und ihre Mitarbeiter sind nicht betroffen.

Bei der AVORIS Immobilienentwicklungs GmbH handelt sich um eine eigenständige Immobiliengesellschaft unter der Marke AVORIS, in der mehrere ältere Immobilienprojekte gebündelt sind. Seit 2019 wurde über diese Gesellschaft kein Neugeschäft mehr abgewickelt. Andere Gesellschaften sowie laufende Projekte der Unternehmensgruppe sind von diesem Schritt nicht betroffen und werden planmäßig weitergeführt.

Von der Insolvenz sind keine Mitarbeiter betroffen, jedoch vor- und nachrangige Gläubiger der Gesellschaft. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft betragen rd. 5 Mio. Euro. Es ist ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung geplant. Die Aktiva werden im Laufe des Sanierungsverfahrens abschließend bewertet. Auf Basis dieser Bewertung wird die Quote für unbesicherte Gläubiger festgelegt, diese soll nach Möglichkeit über der gesetzlichen Mindestquote von 20% liegen.

Hintergrund für die Insolvenz sind die außergewöhnlichen Marktverwerfungen der vergangenen Jahre bedingt durch hohe Zinsen und eine stark verringerte Marktdynamik. Ausschlaggebend für die konkrete wirtschaftliche Entwicklung waren insbesondere zwei Projekte, deren Verluste von anderen planmäßig verlaufenden Projekten innerhalb der Gesellschaft wirtschaftlich nicht mehr kompensiert werden konnten. Bei einem Projekt habe die (über)-lange Verfahrensdauer in der Bewilligungsphase zum Rückzug des Investors geführt, wodurch erhebliche Anlauf- und Planungskosten in der Gesellschaft verblieben.

"Wir bedauern sehr, dass diese Entwicklung trotz intensiver Bemühungen nicht abgewendet werden konnte", so Avoris Geschäftsführer Peherstorfer Dominik.