„Gerade bei Bestandsgebäuden ist die Entscheidung zwischen den beiden Verfahren relevant. Architekturbüros und Planer benötigen häufig klassische Bestandspläne für Umbau- und Sanierungsprojekte. Hier kann Scan-to-CAD die wirtschaftlichere Lösung sein“, so Danklmaier. Werden die Daten hingegen für eine langfristige digitale Gebäudebewirtschaftung, die Koordination verschiedener Gewerke oder weiterführende BIM-Prozesse benötigt, bietet Scan-to-BIM entscheidende Vorteile.
Dabei steigt mit dem Informationsgehalt auch der Modellierungsaufwand. Für ein BIM-Modell müssen Bauteile erkannt, interpretiert und logisch strukturiert werden. Gerade bei komplexen oder unregelmäßigen Bestandsgebäuden kann dies deutlich aufwendiger sein als die reine Ableitung von Geometrien. Um diesen Prozess effizient und zielgerichtet zu gestalten, sollten auch die Auftraggeber nach Möglichkeit vorhandene Planunterlagen, Bestandsdaten und weitere relevante Informationen zur Verfügung stellen. Je besser die verfügbaren Informationen, desto präziser und effizienter kann das BIM-Modell erstellt werden.
Frühzeitig definieren, wofür die Daten benötigt werden
Ein häufiger Fehler in Bauprojekten ist, den gewünschte Detailgrad festzulegen, ohne den späteren Verwendungszweck ausreichend zu definieren. Wird ein BIM-Modell erstellt, obwohl lediglich Bestandspläne benötigt werden, entstehen unnötige Kosten und zusätzlicher Aufwand. Umgekehrt kann ein CAD-Plan (2D) zu kurz greifen, wenn später Bauteilinformationen, Mengen oder automatisierte Auswertungen benötigt werden.
Für Danklmaier lautet die wichtigste Frage daher nicht: Scan-to-BIM oder Scan-to-CAD? Sondern: Was soll mit den erfassten Daten später gemacht werden?“ Erst wenn Anwendungsfall, benötigte Detailtiefe und zukünftige Nutzer feststehen, lässt sich die passende Methode wirtschaftlich und technisch sinnvoll bestimmen.
Miviso
Miviso wurde 2017 von drei Architekturstudenten in Innsbruck gegründet. Sie haben sich auf die Erstellung von BIM Gebäudemodelle für die Planung und den Gebäudebetrieb spezialisiert. Damit bieten Sie Gebäudebesitzern und Planern die Grundlage für eine hochwertige Planung sowie ein effizientes Gebäudemanagement. Mehrere Millionen Quadratmeter konnten bislang modelliert werden. Moderne Technologien und Know-how garantieren zuverlässige Lieferzeiten und ständige Verfügbarkeit zu kalkulierbaren Preisen. Dadurch erhalten Kunden eine hochwertige und zeitlich wie preislich plan- und berechenbare Leistung. Aktuell beschäftigt Miviso 33 Mitarbeiter an Standorten in Innsbruck und Moldawien.