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Schimmel sanieren ohne Rückbau: Verfahren senkt Kosten und CO₂

Neue Verfahren bekämpfen Schimmel unter Estrich ohne Rückbau. Das spart Kosten, Zeit und reduziert CO₂-Emissionen.
Ferdinand Neubauer
Ferdinand Neubauer
HRS Schaumeinbringung
HRS Schaumeinbringung
© JATI GmbH

Nach Wasserschäden wird bei Schimmel unter Estrich oder in Hohlräumen oft der gesamte Bodenaufbau entfernt. Das ist teuer, dauert lange und verursacht zusätzliche CO₂-Emissionen.

Alternative Verfahren sollen den Befall ohne Abriss beseitigen. Dabei werden Desinfektionslösungen in die betroffenen Schichten oder Hohlräume eingebracht, um den Schimmel direkt dort zu bekämpfen.

„Nicht jeder Schimmelschaden erfordert den vollständigen Rückbau der Bausubstanz. In der Mehrzahl der Fälle lässt sich die mikrobiologische Belastung ohne große Bauarbeiten ebenso technisch sicher und dauerhaft beheben.“
—Steffen Klement, JATI.

Zum Einsatz kommen etwa Spül- oder Schaumverfahren, bei denen Wirkstoffe wie Wasserstoffperoxid verwendet werden. Diese zerfallen nach der Anwendung zu Wasser und Sauerstoff.

Ein Praxisbeispiel aus einem Krankenhaus zeigt die möglichen Unterschiede: Statt eines mehr als 40-tägigen Stillstands konnte die Sanierung in rund zehn Arbeitstagen erfolgen.

„Die gesamten Sanierungskosten reduzierten sich dabei von rund 1,53 Mio. Euro auf etwa 141.500 Euro.“
—Guido Beckmann, JATI-Geschäftsführer.