Die aktuelle Studierenden-Sozialerhebung SOLA 2025 zeigt: Steigende Wohnkosten sind eine der größten Belastungen für Studierende in Österreich. Im Schnitt geben sie monatlich rund 586 Euro für Wohnen aus. Besonders deutlich ist der Anstieg in Studierendenheimen, wo die Kosten seit 2015 um 61 Prozent gestiegen sind.
„Die Zahlen zeigen deutlich: Wohnkosten werden für Studierende zunehmend zur Belastung. Deshalb ist die Wiedereinführung der Förderung gemeinnütziger Studierendenwohnheime ein notwendiger und wichtiger Schritt“, sagt Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin.
Nach den starken Belastungen während der Corona-Pandemie hat sich die finanzielle Lage zuletzt etwas entspannt. Maßnahmen wie die Erhöhung der Studienbeihilfe und Unterstützungsfonds in Kooperation mit der ÖH tragen dazu bei.
Gleichzeitig bleibt die Situation angespannt:
"Die Erhebung zeigt, dass Studierende in Österreich 2025 zwar seltener finanzielle Schwierigkeiten haben als 2023. Dennoch bleibt die Belastung höher als 2019. Viele geraten dadurch in einen Konflikt zwischen Erwerbstätigkeit zur Sicherung des Einkommens und eingeschränkter Studienzeit.“—Anna Dibiasi, vom Institut für Höhere Studien (IHS).
Ein weiterer Fokus liegt auf leistbarer Verpflegung: Mit dem Mensabonus und einer Qualitätsoffensive soll sichergestellt werden, dass in Mensen täglich ein Menü unter fünf Euro angeboten wird.
Die Ergebnisse der SOLA 2025 unterstreichen damit den Handlungsbedarf – insbesondere im Wohnbereich, der den größten Ausgabenposten für Studierende darstellt.