SolarEdge bringt sein dreiphasiges Nexis-System auf die Märkte in Österreich und der Schweiz. Das System kombiniert einen Hybrid-Wechselrichter mit bis zu 20 kW Leistung, ein modulares LFP-Batteriesystem sowie eine Notstromversorgung für das gesamte Haus in einer Vier-Komponenten-Lösung. Die Markteinführung folgt dem Deutschland-Start, bei dem das Unternehmen nach eigenen Angaben innerhalb der ersten Wochen Tausende Bestellungen verzeichnete und inzwischen mehr als 1.300 Systeme bundesweit in Betrieb sind.
Wechselrichter: MultiRange-Konzept und SiC-Technologie
Der Nexis-Wechselrichter deckt Leistungen bis 20 kWAC ab und fasst alle Leistungsstufen in einer einzigen Einheit und Teilenummer zusammen — das sogenannte MultiRange-Konzept. Das Gerät wiegt 30,6 kg und integriert eine eingebaute Antenne sowie einen DC-Überspannungsschutz, sodass externe Zusatzkomponenten entfallen. Die Inbetriebnahme erfolgt über die SolarEdge Go App per Fernkommunikation.
Technologisch setzt SolarEdge auf Siliziumkarbid-Halbleiterschalter (SiC), die Abmessungen und Gewicht pro kW reduzieren und gleichzeitig Wirkungsgrad sowie thermische Leistung verbessern. Herkömmliche PV-Systeme für Privathaushalte können bei niedrigen Leistungsstufen bis zu 30 % an Wirkungsgrad einbüßen, obwohl sie rund 70 % der Betriebszeit mit 1 kW oder weniger laufen. SolarEdge gibt an, dass Nexis-Dreiphasensysteme bei niedriger Last eine bis zu 20 % höhere Effizienz als führende europäische Wettbewerber erzielen. Die Inbetriebnahmezeit für das Gesamtsystem sank durch eine überarbeitete Installateur-Oberfläche von mehreren Stunden auf unter 30 Minuten.
Batteriesystem: Skalierbar von 5 kWh bis 80 kWh
Die Nexis Battery basiert auf 5-kWh-LFP-Batterieblöcken, die sich zu Stacks von je 20 kWh stapeln lassen. Pro Wechselrichter sind bis zu vier Stacks anschließbar, was eine Gesamtkapazität von bis zu 80 kWh ergibt. Die Batterie ist sowohl mit einphasigen als auch mit dreiphasigen Wechselrichtern kompatibel. Die Montage erfolgt über die Simple-Click™-Architektur: Die einzelnen Blöcke rasten ohne Verkabelung ein. Das integrierbare SolarEdge Home Backup Interface ermöglicht eine vollständige Hausversorgung mit bis zu 20 kW Ersatzstrom.
Als Battery Optimizer bezeichnet SolarEdge eine neu integrierte Technologie, die jeden Batterieblock unabhängig isoliert, überwacht und verwaltet. Der Optimizer aktiviert bei niedriger Last jeweils nur einen Block und gleicht den Ladezustand über alle Blöcke hinweg aus. Einzelne Komponenten wie die DC-DC-Platine lassen sich direkt an der Installation austauschen, was den Serviceaufwand für Installateure reduziert.
Sicherheitstechnologie: ThermoShield™ nach UL 9540A
Das System verfügt über die ThermoShield™-Technologie, die einen mehrschichtigen Brand-, Elektro- und Wärmeschutz bietet. SolarEdge gibt an, dass die Technologie die aktuellen UL 9540A-Normen erfüllt und übertrifft. Thermische Ereignisse werden auf eine einzelne Zelle begrenzt; eine Ausbreitung auf benachbarte Zellen soll konstruktiv verhindert werden. Dies ermöglicht laut Hersteller die Installation auf verschiedenen Oberflächen sowie in unmittelbarer Nähe anderer Batterien.
Marktentwicklung: Eigenverbrauch als Nachfragetreiber
Sowohl der österreichische als auch der Schweizer Markt entwickeln sich nach Einschätzung von SolarEdge von einer einspeiseorientierten hin zu einer eigenverbrauchsorientierten Energieversorgung. Dieser Wandel steigert die Nachfrage nach integrierten Photovoltaik- und Speicherlösungen.
„Die Markteinführung von SolarEdge Nexis in Österreich und der Schweiz kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Beide Märkte entwickeln sich zunehmend zu einem höheren Eigenverbrauch von Solarstrom, und wir erwarten, dass immer mehr Hausbesitzer auf Batteriespeicher setzen werden. Das große Interesse der Installationsbetriebe bestätigt diese Entwicklung und knüpft an den außergewöhnlichen Erfolg von Nexis in Deutschland an. Mit Nexis setzen wir einen neuen Maßstab im Wohngebäudesegment: Unsere bislang innovativste Lösung macht Photovoltaik und Speicher leistungsfähiger, intuitiver und einfacher zu installieren als je zuvor.“—Dietmar Staudacher, Country Manager Österreich und Schweiz bei SolarEdge