Mit der Fertigstellung des Stadtquartiers „Sophie 7“ am Areal des ehemaligen Sophienspitals in Wien-Neubau ist auf rund 1,3 Hektar ein modernes, lebenswertes Stück Stadt mit insgesamt 222 ausschließlich geförderten Wohnungen entstanden – darunter 88 SMART-Wohnungen sowie 46 besonders günstige Gemeindewohnungen NEU. Ergänzt wird das Angebot durch vielfältige soziale Infrastruktur wie einen Kindergarten, einen Volkshochschulstandort, einen Senior*innen-Treff, einen Veranstaltungssaal mit Gastronomie, Ordinationen, Büros und einen Coworking Space. Herzstück des Quartiers ist ein öffentlich zugänglicher Park mit altem Baumbestand. Seit November 2025 wird das neue Stadtquartier schrittweise bezogen.
„Das neue Stadtquartier „Sophie 7“ zeigt einmal mehr, wie stark und zukunftsorientiert das Wiener Wohnbaumodell ist. Hier entsteht leistbarer Wohnraum in bester innerstädtischer Lage – verbunden mit hoher Lebensqualität, vielfältigen Angeboten für alle Generationen und klaren ökologischen Schwerpunkten. „Sophie 7“ steht für eine aktive und vorausschauende Wohnbaupolitik, die leistbares Wohnen und nachhaltige Stadtentwicklung in den Mittelpunkt stellt. Mit einem Mehrwert, der weit über die künftigen Bewohner hinausreicht, setzt dieses Stadtquartier wichtige Impulse für das Grätzl“, betont Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.
Aus Geschichte Zukunft machen – innovativer Wohnbau mit sozialem Mehrwert
Das Projekt „Sophie 7“ verbindet die Sanierung historischer Bausubstanz mit neuem gefördertem Wohnraum in zentraler Lage. Das Areal des ehemaligen Sophienspitals wurde nach seiner Schließung im Jahr 2015 weiterentwickelt und zu einem vielfältigen Stadtquartier mit Wohnen, Bildung, Kultur und sozialer Infrastruktur umgestaltet. Die historischen Gebäude, darunter der denkmalgeschützte Kenyon-Pavillon, der Karl-Ludwig-Pavillon sowie das ehemalige Verwaltungsgebäude, wurden behutsam saniert, in ein modernes Nutzungskonzept eingebunden und durch neue Baukörper ergänzt.
Die Stadt Wien übertrug das Areal 2019 an den wohnfonds_wien, der die Entwicklung und Umsetzung im Rahmen eines dreistufigen Wettbewerbsverfahrens begleitete und damit hohe Qualitätsstandards sicherstellte.
„Das Stadtquartier „Sophie 7“ ist eine Erfolgsgeschichte mit zahlreichen Besonderheiten auch abseits des modernen, leistbaren Wohnraums. Es wurde im Baurecht vergeben und die Flächen bleiben somit im öffentlichen Besitz. Wir konnten mitten in einem der dichtest bebauten Bezirke einen neuen Park schaffen. Zudem haben wir im Bauträgerwettbewerb erstmals Neubau und Sanierung im geförderten Wohnbau in einem Verfahren verbunden. Es ist ein absolutes Novum, das sich sichtlich gelohnt hat. Es freut mich, dass diese geplante Qualität nun auch gebaute Realität geworden ist“, so Gregor Puscher, Geschäftsführer des wohnfonds_wien.
Gemeindebau NEU in zentraler Lage
Mit dem Gemeindebau NEU in der Apollogasse 19 wird das Stadtquartier „Sophie 7“ um 46 neue Gemeindewohnungen in zentraler innerstädtischer Lage ergänzt. Entstanden sind 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen mit flexiblen Grundrissen, teils als Maisonette-Wohnungen, teils mit Balkonen und Terrassen. Unbefristete Mietverträge, der Verzicht auf Kaution und der Entfall von Eigenmitteln schaffen zusätzliche Wohnsicherheit und senken die finanziellen Hürden beim Einzug deutlich. Eine Gemeinschaftsdachterrasse mit Hochbeeten und Aufenthaltsbereichen, ein Spielplatz im Innenhof, ein Gemeinschaftsraum, eine Waschküche sowie eine Sporthalle schaffen zusätzliche Angebote für Bewohner*innen und Nachbarschaft. Photovoltaik, begrünte Bereiche, entsiegelte Flächen und eine Fahrradgarage mit 120 Stellplätzen tragen zudem zu nachhaltiger Mobilität und einem besseren Mikroklima im Quartier bei.
Neues Zuhause – neue Nachbarn
Das Nachbarschaftsservice wohnpartner begleitet und unterstützt die neuen Mieter*innen im Rahmen der Einzugsbegleitung bei der Entwicklung einer guten Hausgemeinschaft und lädt sie zur Mitgestaltung ihres Wohnumfeldes ein. Dabei steht die aktive Nutzung der großzügigen Gemeinschaftsterrassen und -räume im Mittelpunkt. Neben Informationsveranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten werden gemeinsam mit den Bewohner*innen Feste und nachbarschaftliche Aktivitäten organisiert.
„Mit dem Gemeindebau NEU in der Apollogasse ist ein wirklich beeindruckendes Projekt gelungen. Die Verbindung aus sorgfältig saniertem Altbau und modernem Neubau zeigt, wie vielfältig, modern und leistbar kommunaler Wohnbau ist. Besonders die große Gemeinschaftsdachterrasse mit ihrem weiten Blick über das Stadtquartier „Sophie 7“ zeigt die hohe Wohn- und Lebensqualität – und das mitten in der Stadt. Die neuen 46 Gemeindewohnungen sind ein starkes Beispiel dafür, wie leistbarer Wohnraum architektonisch anspruchsvoll und für alle Generationen umgesetzt wird!“, freut sich Philipp Wachter, Wiener Wohnen Vizedirektion.
Vielfältige Angebote für das ganze Grätzl
Über das Wohnen hinaus wurde „Sophie 7“ als offenes Stadtquartier mit breitem Angebot für Bewohner*innen und Nachbarschaft entwickelt. Im historischen Kenyon-Pavillon bündeln sich Gastronomie, Veranstaltungsflächen, Meetingräume und Büros mit Coworking-Flair; dazu kommen Kunst- und Kulturangebote wie die Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung, der Kunstraum MEZEKERƎ und PEN Austria. Im Karl-Ludwig-Pavillon sind ein städtischer Kindergarten, ein Pensionist*innenklub sowie Community Nurses angesiedelt. In der Wohnhausanlage am Neubaugürtel bietet die VHS am Sophienpark ein breites Bildungsangebot für alle Altersgruppen, ergänzt durch den Sportsaal „All in Neubau“ mit Freizeit- und Bewegungsangeboten für mehrere Generationen.
„Mit „Sophie 7“ entsteht in Neubau ein neuer Gemeindebau – und das ist ein historischer Moment, denn der letzte wurde hier vor knapp vier Jahrzehnten eröffnet. Damit gibt es nun 17 Gemeindebauten in Wien Neubau. Gerade in Zeiten, in denen der Wohnungsmarkt durch Immobilienspekulation und Kurzzeitvermietungen unter Druck steht, ist leistbarer Wohnraum wichtiger denn je. Der neue Gemeindebau ist ein zentraler Baustein für leistbares Wohnen in der Stadt und ein klares Signal sozialer Verantwortung. Mein besonderer Dank gilt Wiener Wohnen und der Stadt Wien für die konsequente Umsetzung dieses Projekts im Sinne der Menschen“, so Bezirksvorsteher Markus Reiter.
„Leistbarer Wohnraum ist die Grundlage dafür, dass Menschen in der Stadt gut leben, arbeiten und ihre Zukunft aufbauen können. „Sophie 7“ zeigt, wie das in einem innerstädtischen Bezirk gelingen kann: mit Wohnungen, Bildungsangeboten, sozialer Infrastruktur und Raum für Arbeit und Begegnung. Mit Kindergarten, VHS und gemeinschaftlichen Angeboten entsteht hier ein Stadtquartier, das Chancengerechtigkeit fördert und den Zusammenhalt im Grätzl stärkt“, so Bezirksvorsteher-Stellvertreter Senad Lacevic.
Klimaresilienz und Lebensqualität im Mittelpunkt
Mit dem öffentlich zugänglichen Sophienpark, erhaltenem Altbaumbestand, begrünten Fassaden, baulichem Sonnenschutz sowie gezielten Maßnahmen zur natürlichen Kühlung gegen sommerliche Überhitzung ist „Sophie 7“ konsequent klimafit geplant. Photovoltaik, Fernwärme und Geothermie ergänzen das nachhaltige Energiekonzept und verbinden Klimaschutz mit hoher Lebensqualität im Grätzl.
„Sophie 7“ ist kein Einzelprojekt, sondern Teil einer klaren Wiener Strategie: Die Stadt entwickelt auch in Zukunft neue Quartiere und Stadtteile mit leistbarem Wohnen, guter Infrastruktur und starken ökologischen Standards – vom Nordwestbahnhof über RothNEUsiedl und Am Heidjöchl bis ins Donaufeld und in die Seestadt Aspern. So schafft Wien nicht nur leistbare Wohnungen, sondern lebendige, klimafitte Grätzl mit Mehrwert für alle.