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SORAVIA entwickelt Thyssenkrupp-Areal in Köln

Mit dem zamus, dem europäischen Innovationszentrum für Alte Musik, ist ein wichtiger Mieter fixiert
Dagmar Gordon
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SORAVIA entwickelt Thyssenkrupp-Areal in Köln
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SORAVIA entwickelt Thyssenkrupp-Areal in Köln

Das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude wurde 1922 im Stil des Backstein Expressionismus errichtet. Es gilt als herausragendes Zeugnis der Kölner Industriegeschichte. Bis Jänner 2028 entstehen hier auf rund 2.100 m² Proben- und Veranstaltungssäle, Zimmer für Künstlerresidenzen, Büros und Übezellen. Die Akustik wird von Beginn an mitgeplant. Der Umbau erfolgt von SORAVIA gemeinsam mit dem Architekturbüro Jocks Planungen, die Akustikplanung übernimmt GRANER + PARTNER. Gefördert wird das zamus maßgeblich von der Stadt Köln und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein Westfalen, ergänzt durch die NRW-Stiftung und die Kämpgen Stiftung. Der Mietvertrag ist auf 25 Jahre abgeschlossen, mit einer Verlängerungsoption von fünf Jahren.

Vision „Urban Jungle“: vom abgeriegelten Industriegelände zum offenen Quartier

Auf dem rund 22.000 m² großen Thyssenkrupp-Areal plant SORAVIA rund 50.000 m² Bruttogeschoßfläche. Vorgesehen ist ein Nutzungsmix aus Loft-Büros, Gewerbe, Hotel, Gastronomie, Bildung und Kultur. Das historische Ensemble aus Verwaltungsgebäude und zwei Fabrikhallen bleibt erhalten und bildet die Landmark des neuen Quartiers. Nördlich und südlich davon entstehen Neubauten. Der Siegerentwurf stammt von Neutelings Riedijk Architects (Rotterdam) und kollektif landscape (Gent), unter dem Motto „Alles unter einem Dach“.

Das heute abgeriegelte und asphaltierte Gelände wird geöffnet und entsiegelt. Auf 3.500 m² entsteht eine urbane Parkanlage, der „Campusgarten“. Nach dem Schwammstadt-Prinzip nehmen die Grünflächen bei Starkregen das Regenwasser auf. Die Dächer werden intensiv begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

 „Das zamus und dieses Gebäude passen hervorragend zueinander: Alte Musik trifft hier auf ein herausragendes Zeugnis der Kölner Industriegeschichte. Mit dem Einzug des zamus ist ein wichtiger Schritt für das gesamte Areal getan. Unsere Vision ist ein offenes, grünes Quartier, in dem Arbeit, Kultur und Begegnung zusammenfinden. Für uns ist das eines der spannendsten Transformationsprojekte und ein Vorzeigeprojekt dafür, wie man historischen Bestand bewahrt und zugleich in die Zukunft führt.“
—Hans-Peter Weiss, COO von SORAVIA

Ein europäisches Innovationszentrum für die Alte Musik

Köln und Nordrhein-Westfalen erhalten mit dem neuen zamus erstmals eine repräsentative Spielstätte mit dem Schwerpunkt Alte Musik. Das Projekt wird maßgeblich von der Stadt Köln und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert; ergänzt wird die Finanzierung durch die NRW-Stiftung und die Kämpgen Stiftung.

„Für mich ist das zamus ein Ort der Entdeckung, der Vermittlung und des Austauschs. In dieser in Europa einzigartigen Kultureinrichtung trifft künstlerische Kreativität auf musikalische Diskurse und Inklusion. Das neue zamus schafft Raum für Experimente, stärkt die freie Szene und ist ein offener Ort für die Community. Ich bin dankbar, dass sich so viele Menschen dafür eingesetzt haben.“
—Mélanie Froehly, Geschäftsführerin von zamus

 Planungsverfahren für Umgestaltung des Thyssenkrupp-Areal auf Schiene

Wichtige Meilensteine sind bereits erreicht: Der Einleitungsbeschluss für das vorhabenbezogene Bebauungsplanverfahren ist gefasst, das internationale Gutachterverfahren abgeschlossen und die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt.