Spatenstich für zukunftsweisendes Energieprojekt in Oberndorf

Blackvolt Energy mit Sitz in Wien errichtet den ersten Stand-alone Großbatteriespeicher im Bundesland Salzburg.
Michael Neubauer
Michael Neubauer
Spatenstich für zukunftsweisendes Energieprojekt in Oberndorf
© Foto: Blackvolt Energy/APA Fotoservice/Franz Neumayr

Mit dem offiziellen Spatenstich in Oberndorf bei Salzburg ist der Startschuss für ein zentrales Infrastrukturprojekt der Energiewende gefallen: Das oberösterreichische Unternehmen Blackvolt Energy mit Sitz in Wien errichtet den ersten Stand-alone Großbatteriespeicher im Bundesland Salzburg. Die Anlage soll im ersten Quartal 2027 in Betrieb gehen und gilt als wichtiger Meilenstein für die Integration erneuerbarer Energien in das Stromsystem.

Schlüsseltechnologie für ein erneuerbares Energiesystem

Mit dem wachsenden Anteil von Wind- und Solarenergie steht das Energiesystem vor einer grundlegenden Herausforderung: Strom wird zunehmend dann erzeugt, wenn er nicht unmittelbar benötigt wird. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Flexibilität, um Versorgungssicherheit und Netzstabilität zu gewährleisten. Genau hier setzt das Projekt in Oberndorf an. Großbatteriespeicher übernehmen in diesem Umfeld eine zentrale systemische Funktion. Sie reagieren innerhalb von Millisekunden zur Stabilisierung von Frequenz und Netz, ermöglichen die zeitliche Entkopplung von Stromerzeugung und Stromverbrauch, unterstützen die Integration erneuerbarer Energien ohne Netzüberlastung und tragen zur Reduktion von Systemkosten bei, etwa durch geringere Abregelung erneuerbarer Energien. Großbatteriespeicher stellen damit genau jene Flexibilität bereit, die ein zunehmend erneuerbares Stromsystem benötigt.

Technische Eckdaten und Einordnung

Der Batteriespeicher mit einer Leistung von 18 Megawatt und einer Kapazität von 36 Megawattstunden kann Energie zwischenspeichern und bei Bedarf innerhalb von Millisekunden wieder ins Netz einspeisen. Dadurch werden Schwankungen ausgeglichen und erneuerbare Energien effizienter nutzbar gemacht. Eine vollständige Entladung entspricht in etwa dem Energieaufwand, um 13.000 Tonnen Wasser 1.000 Meter hoch zu pumpen oder rund 180.000 Kilometer mit einem Elektroauto zurückzulegen.

Am Spatenstich nahmen unter anderem Vertreter von Blackvolt Energy, darunter die Geschäftsführer Greg Green, Constantin Vana und Johannes Srajer, sowie Landesrat für Energie Maximilian Aigner oder Bürgermeister Georg Djundja teil.

„Wir errichten in Salzburg den ersten Großbatteriespeicher. Salzburg liegt als Schnittstelle im Energiesystem – gerade hier braucht es leistungsfähige Speicherlösungen, um die Energiewende effizient voranzutreiben. Angesichts der zunehmenden Volatilität an den europäischen Strommärkten und des raschen Ausbaus erneuerbarer Energien werden Batteriespeicher zu einer zentralen Infrastruktur für die Stabilität des Energiesystems. Wir haben unsere Plattform so aufgebaut, dass wir Projekte auf höchstem Niveau entwickeln, vollständig genehmigt sowie netzseitig abgesichert. Besonders wichtig ist uns dabei die gute, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – vom Land Salzburg über die Gemeinde bis hin zu weiteren Projektpartnern. Dass hier der erste Stand-alone Großbatteriespeicher entsteht, ist ein starkes Signal für die Innovationskraft der Region.“
—Gregory Green, Gründer und CEO von Blackvolt Energy:

Bedeutung für Salzburg und Ausblick

Mit dem Projekt in Oberndorf stärkt Salzburg seine Rolle als wichtiger Knotenpunkt im österreichischen Energiesystem. Das Unternehmen plant bis Ende 2026 mehrere weitere Batteriespeicherprojekte umzusetzen und seine Position als einer der führenden Entwickler und Betreiber von Energiespeichern in Österreich weiter auszubauen.

Die Anlage soll bereits im ersten Quartal 2027 eine zentrale Rolle im Energiesystem der Region übernehmen und durch die Speicherung und flexible Bereitstellung von Energie Schwankungen aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie ausgleichen.