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UBM Development: Gewinn im Geschäftsjahr 2025

Das vierte Quartal kompensierte den Verlust des ersten Quartals und trug maßgeblich zum positiven Jahresergebnis bei.
Michael Neubauer
Michael Neubauer
UBM Development: Gewinn im Geschäftsjahr 2025
© UBM Development

Die UBM Development AG schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis vor Steuern von 3,9 Mio. Euro ab und übertrifft damit die eigene Prognose. Der Umsatz stieg um 31,1 Prozent, der Einzelverkauf von Wohnungen legte gegenüber dem bereits starken Vorjahr um 12 Prozent zu. Insgesamt veräußerte das Unternehmen 452 Wohneinheiten. Das vierte Quartal kompensierte den Verlust des ersten Quartals und trug maßgeblich zum positiven Jahresergebnis bei.

Wohnungsmarkt als Wachstumstreiber

CEO Thomas G. Winkler benennt die Triebkräfte direkt: „Die Assetklasse Wohnen hat die Krise hinter sich gelassen. Haupttreiber sind ein rückläufiges Angebot, steigende Preise und eine ungebrochen hohe Nachfrage. Wer wartet, gewinnt nicht.“ Der starke Einzelverkauf von Wohnungen bildete den Kern des Ergebniswachstums und bestätigt die strategische Ausrichtung auf das Wohnsegment.

Portfolio Re-Balancing und Zwei-Produkt-Strategie

Mit rund 2.000 Wohneinheiten in den Kernmärkten Österreich, Deutschland und Tschechien hält UBM eine substanzielle Pipeline. Im Zuge eines Portfolio-Rebalancings setzt das Unternehmen Mittel frei und schichtet diese in „Bezahlbares Wohnen“ um. Durch Standardisierung, Vorfertigung und Modularisierung sollen die Baukosten deutlich sinken. UBM verknüpft die Realisierbarkeit dieses Segments jedoch ausdrücklich mit der Forderung nach reduzierten Genehmigungszeiten und einer erheblichen Vereinfachung der bestehenden Vorschriften.

Künftig verfolgt UBM eine Zwei-Produkt-Strategie. Im Premium-Segment bleibt der Fokus auf Holz-Hybrid-Bauweise in urbanen Lagen. Im Segment „Bezahlbares Wohnen“ setzt das Unternehmen auf Technologieoffenheit, eine nachfrageorientierte geografische Ausrichtung über A-Städte hinaus sowie die Erhöhung des Pipeline-Volumens.

Finanzposition stabilisiert

Zum Jahresende verfügte UBM über liquide Mittel von 117,7 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung sank um 3,4 Prozent auf 527,6 Mio. Euro (2024: 545,9 Mio. Euro). Bei einer Bilanzsumme von 1.092,3 Mio. Euro und einem Eigenkapital von 350,2 Mio. Euro ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 32,1 Prozent (2024: 29,1 Prozent) — damit bewegt sich UBM wieder innerhalb der angestrebten Bandbreite von 30 bis 35 Prozent.

Die Platzierung des vierten Green Bonds im Oktober 2025 brachte zusätzliches Kapital und glättete das Rückzahlungsprofil. Im Mai zahlt UBM planmäßig die ausstehenden 73 Mio. Euro der Sustainability-Linked Anleihe 2021 zurück. Das Hybridkapital 2021 soll mit dem Step-up am 18. Juni zurückgeführt und durch Genussrechtskapital ersetzt werden.

Keine Dividende, Personalabbau setzt sich fort

Aufsichtsrat und Vorstand empfehlen der Hauptversammlung, keine Dividende auszuschütten. Das Unternehmen begründet dies mit der aktuellen wirtschaftlichen Lage, der Branchenentwicklung sowie der Solidarität gegenüber allen Stakeholdern der UBM. Boni werden abermals nicht ausgeschüttet. Der Personalstand sank in den vergangenen vier Krisenjahren um über 40 Prozent auf 211 Mitarbeitende zum Jahresende 2025; für 2026 kündigt UBM einen weiteren Rückgang an.

Ausblick 2026: Cash-Freisetzung im Vordergrund

Für 2026 erwartet UBM positive Effekte aus der Marktbereinigung. Die anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten treiben die Nachfrage nach Sachwerten, der Nachfrageüberhang im Wohnsegment stützt Verkaufsdynamik und Preisentwicklung. Der operative Fokus liegt auf der Cash-Freisetzung, der Umschichtung von Ressourcen in „Bezahlbares Wohnen“ sowie einem vorausschauenden Cash-Management zur Stabilisierung der Liquiditätssituation. Eine konkretere Guidance für das Geschäftsjahr 2026 hält das Unternehmen aufgrund anhaltender Volatilität und schwer vorhersehbarer Marktentwicklung derzeit nicht für möglich.