Vom heißen Sommer in den feuchten Herbst

SOLUTO gibt sieben Tipps um Gebäudeschäden zu vermeiden
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Vom heißen Sommer in den feuchten Herbst
© Evgen_Prozhyrko

Sinkende Temperaturen, aufziehende Nebelfelder und steigende Luftfeuchtigkeit – der Herbst setzt Gebäuden in Österreich zu. Was für Bewohner als angenehmer Saisonwechsel gilt, kann für Immobilien zum Stresstest werden. Der Schadensanierer SOLUTO hat sieben konkrete Gefahrenpotenziale identifiziert und formuliert Maßnahmen, mit denen Eigentümer und Verwalter kostspielige Schäden abwenden können. Martin Zagler, Gründer und Eigentümer von SOLUTO, liefert dazu praxisnahe Einschätzungen.

Heizungsanlage: Funktionalität und Dichtheit prüfen lassen

Vor Beginn der Heizsaison empfiehlt SOLUTO eine Fachkontrolle der Heizungsanlage.

„Dabei sollte nicht nur die allgemeine Funktionalität, sondern auch die Dichtheit der Heizungsrohre überprüft werden. Die Heizung zu entlüften und sie von abgelagertem Staub zu befreien, kann die Heizleistung durchaus verbessern.“
—Martin Zagler

Lüftungsverhalten: Stoßlüften reguliert Feuchtigkeit und spart Energie

Um Wärmeverluste zu minimieren und gleichzeitig die Luftqualität zu erhalten, setzt SOLUTO auf einen bewährten Ansatz: Stoßlüften.

„Durch mehrmaliges Lüften am Tag kann frischer Sauerstoff in den Wohnbereich gelangen, ohne die Räume unnötig stark abzukühlen." 
—Martin Zagler

Das Verfahren reguliert zudem die Luftfeuchtigkeit und beugt Schimmelbefall vor.

Für Heizkörper mit Thermostatknopf räumt Zagler mit einem verbreiteten Irrtum auf: „Die Zahlen 1 bis 5 geben nicht an, wie stark geheizt wird, sondern stehen stellvertretend für Zieltemperaturen im Raum, die erreicht werden sollen.“ Die Stufen entsprechen folgenden Richtwerten:

  • Schneeflocke (*) – Frostschutz: Heizung aktiviert sich ab ca. 7 °C Raumtemperatur
  • Stufe 1: ca. 12 °C
  • Stufe 2: ca. 16 °C (empfohlen für Schlafzimmer)
  • Stufe 3: ca. 20 °C (empfohlen für Wohnräume)
  • Stufe 4: ca. 24 °C (häufig gewählt in Badezimmern)
  • Stufe 5: ca. 28 °C

Kamin und Ofen: Blockierte Abzüge gefährden die Gesundheit

Ablagerungen und verstopfte Abzüge stellen ein ernstes Gesundheitsrisiko dar. Kann Rauch nicht ordnungsgemäß abziehen, sammelt sich Kohlenmonoxid in den Wohnräumen – auch dann, wenn sich Bewohner nicht im selben Raum aufhalten. SOLUTO empfiehlt neben der regelmäßigen Kontrolle aller Abzüge die Installation eines Kohlenmonoxid-Sensors.

Schimmelprävention: Feuchtigkeit konsequent ableiten

Vermehrte Herbstniederschläge erhöhen die Luftfeuchtigkeit in Innen- und Außenbereichen und steigern damit das Schimmelrisiko.

„Um die Luftfeuchtigkeit wieder aus der Wohnung zu bekommen, eignet sich vor allem das Stoßlüften. In besonders feuchten Räumen empfehlen wir eigene Luftentfeuchter.“
—Martin Zagler

Tritt Schimmel auf, rät SOLUTO zur professionellen Beseitigung. Die Schadensanierung des Unternehmens folgt einem vierstufigen Prozess: Ursachenermittlung, Feuchtigkeitsbeseitigung, Entfernung von Schimmel und Sporen sowie abschließende Instandsetzung der betroffenen Stellen.

Keller und Lichtschächte: Abdichtungen vor den Wintermonaten kontrollieren

Undichte Kellergeschoße und Lichtschächte zählen zu den häufigen Feuchtigkeitsquellen in Gebäuden.

„Kleinste Wasserpartikel können durch poröse Dichtungen in die Innenräume gelangen und dort großen Schaden anrichten.“
—Martin Zagler

SOLUTO empfiehlt eine Kontrolle vor Winterbeginn, laufende Pflege der Abdichtungen sowie eine gezielte Erneuerung an schadhaften Stellen.

Außenwasserleitungen absperren und entleeren vor Frostperioden

Wasserleitungen und -hähne auf Freiflächen sind bei anhaltenden Minustemperaturen gefährdet. Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Leitungen zum Platzen bringen – mit der Folge schwerer Wasserschäden. SOLUTO empfiehlt, Außenleitungen rechtzeitig abzusperren und vollständig zu entleeren.

Regenrinnen und Abflüsse: Rückstau verhindert Fassaden- und Kellerschäden

Verstopfte Regenrinnen und Abflüsse – verursacht durch Laub, Äste oder Vogelnester – können bei starkem Niederschlag zu Rückstau führen.

„Das Wasser sucht sich dann einen anderen Weg. Dieser führt nicht selten über die Fassade und kann diese beschädigen.“
—Martin Zagler

Darüber hinaus drohen Schimmelbildung sowie stehendes Wasser in Kellerabteilen. Regelmäßige Reinigung der Abflusssysteme vor der Herbst- und Wintersaison mindert dieses Risiko erheblich.

Die sieben Punkte verdeutlichen: Der Übergang in die kalte Jahreszeit verlangt von Gebäudeeigentümern und -verwaltern systematische Kontrollen und gezielte Instandhaltungsmaßnahmen. Wer diese Schritte frühzeitig einleitet, reduziert das Risiko kostenintensiver Schadensanierungen – und sichert den Werterhalt der Immobilie über die Wintermonate.

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