Vertreterinnen und Vertreter der Städte Bregenz und Salzburg haben sich am Mittwoch zu einem strukturierten Wissensaustausch über Quartiersentwicklung getroffen. Organisiert hat das Treffen die PRISMA Unternehmensgruppe, die in beiden Städten Stadtentwicklungsprojekte realisiert. Im Mittelpunkt standen Fragen zur zukunftsfähigen Entwicklung von Landeshauptstädten, zur Rolle von Nachhaltigkeit und Künstlicher Intelligenz sowie zu den Wirkungskreisen moderner Quartiersentwicklung. Der Rundgang führte zu drei Salzburger PRISMA-Standorten.
Drei Salzburger Quartiere als Referenzprojekte
Das STADTWERK südlich der Altstadt vereint auf rund 64.000 m² etwa 580 Wohnungen mit über 50 Unternehmen. Rund zwei Drittel des Areals sind öffentlich zugänglich. Das Quartier Rauchmühle entstand auf dem Areal einer über 700 Jahre alten Mühle: Rund 220 Wohnungen verbinden sich dort mit rund 4.000 m² Arbeits- und Büroflächen, die in historischen Bauten wie dem Mühlhaus untergebracht sind. Der Großteil der rund 21.000 m² Gesamtfläche entfällt auf öffentliche Grün- und Freiflächen. ACHT ZWEI VIER in Liefering bietet in drei Baukörpern rund 5.200 m² Büro- und Gewerbefläche mit Schwerpunkt auf Finance und Technologie.
„Unsere Salzburger Standorte zeigen, wie aus großen Brachflächen Quartiere kooperativ entwickelt werden können, die weit über die ursprünglichen Areale hinauswirken und damit wesentlicher Bestandteil einer aktiven und langfristig angelegten Stadtentwicklung werden.“—Bernhard Ölz, Vorstandsvorsitzender der PRISMA Unternehmensgruppe
PRISMA gestaltet derzeit über 40 Standorte und Quartiere von Süddeutschland bis Wien.
Bregenz: Mehrere Großprojekte in Entwicklung
In Bregenz stehen mehrere PRISMA-Vorhaben an. Das Weiherviertel, ein durchmischtes Quartier im Zentrum, entsteht gemeinsam mit der Vorarlberger Landes-Versicherung (VLV) und umfasst unter anderem das erste Motel One in der Bodenseeregion. Das Projekt BREVUE an der Arlbergstraße sieht rund 45 Wohnungen vor. Als größtes Vorhaben gilt die Seestadt Bregenz, ein Masterplan für Bregenz Mitte, der in kooperativer Entwicklung erarbeitet wird.
Bürgermeister sehen Mehrwert im interstädtischen Dialog
„Die Salzburger Quartiere von PRISMA zeigen sehr deutlich, wie vielfältig und urban Stadtentwicklung heute gedacht wird: Wohnen, Gewerbe, Bildung, Gesundheit und Gastronomie greifen ineinander und schaffen Orte, die für viele Menschen funktionieren. Die aktuellen Herausforderungen wie Wohnen oder Klimawandel betreffen viele Städte, und wenn wir Erfahrungen und Best Practices teilen, profitieren am Ende beide Städte.“—Bernhard Auinger, Bürgermeister Salzburg
„Mit der Seestadt, dem Weiherviertel und dem Motel One stehen in Bregenz große Bauprojekte an, die das Stadtbild an zentralen Punkten prägen werden. Der Austausch vor Ort mit der Stadt Salzburg und der PRISMA liefert dabei wertvolle Perspektiven und konkrete Impulse für die weitere Entwicklung.“—Michael Ritsch, Bürgermeister Bregenz
Neben den beiden Bürgermeistern nahmen aus Bregenz Vizebürgermeister Roland Frühstück, Eva Blum (Leiterin Dienststelle Stadtraum und Klima) und Robert Salant (Bregenz Tourismus) teil. Die PRISMA war durch Bernhard Ölz, Jakob Bonomo und Christian Dosch vertreten.