Vorsorgewohnungen erleben 2026 ein Comeback

EHL Vorsorgewohnungsmarktbericht 2026: Renditen bis 3,8%, kaum Leerstände und steigende Mieten
Michael Neubauer
Michael Neubauer
Karina Schunker, Geschäftsführerin EHL Wohnen
Karina Schunker, Geschäftsführerin EHL Wohnen
© EHL Immobilien

Der österreichische Vorsorgewohnungsmarkt zeigt 2026 eine bemerkenswerte Erholung. Nach den herausfordernden Jahren verzeichnet das Segment eine deutliche Belebung – getragen von fundamental verbesserten Rahmenbedingungen.

Die Zahlen sprechen für sich: EHL prognostiziert für 2026 rund 1.000 Transaktionen, nachdem bereits 2025 beachtliche 800 Wohnungen platziert wurden. Der Haupttreiber? Stark gestiegene Mieten, die attraktive Renditen ermöglichen.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

  • Renditen in Wiener Toplagen erreichen wieder über 3%
  • In peripheren Lagen und Bundesländern bis zu 3,8% – teils über den Fremdkapitalkosten
  • Leerstandsquoten sinken, Wiedervermietungen erfolgen nahtlos
  • Bei Zweitvermietungen werden höhere Mieten als zuvor erzielt

Besonders interessant: Viele Käufer entscheiden sich bewusst gegen die klassische Variante mit Vorsteuerabzug und bevorzugen die Kleinunternehmerregelung. Ausschlaggebend dafür sind vor allem der geringere administrative Aufwand sowie die höhere Flexibilität, etwa durch die Möglichkeit einer frühzeitigeren Eigennutzung. Zudem nutzen zahlreiche Anleger die Option der umsatzsteuerfreien Vermietung im Rahmen der Kleinunternehmerregelung, die derzeit bei einem Jahresumsatz von bis zu 55.000 Euro aus Vermietung und Verpachtung“ möglich ist.

Im Hinblick auf die Wohnungsgrößen bleiben Zweizimmerwohnungen mit 40 bis 48 m² das wichtigste Marktsegment. Zunehmend rücken jedoch auch hocheffiziente Dreizimmerwohnungen mit maximal 60 m² in den Fokus der Anleger. Diese Entwicklung spiegelt die aktuelle Marktsituation wider, da die historische Angebotsverknappung am Mietwohnungsmarkt nahezu alle Wohnungsgrößen betrifft.

Für den weiteren Jahresverlauf und 2027 erwartet Schunker, dass die Nachfrage seitens privater Anleger weiter steigen wird.

„Die Kombination aus attraktiven Renditen, hoher Sicherheit und soliden Wertsteigerungsperspektiven macht die Vorsorgewohnung zu einer äußerst attraktiven Veranlagungsmöglichkeit."
—Karina Schunker, Geschäftsführerin von EHL Wohnen.

Für Investoren mit höherem Veranlagungsbedarf wird die Vorsorgewohnung damit wieder zu einem unverzichtbaren Portfolio-Bestandteil.