Die Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG hat in den ersten sechs Monaten 2026 einen Konzerngewinn in Hohe von EUR 0,8 Mio. erzielt. Das Ergebnis wurde getragen von höheren Umsatzerlösen bei den polnischen Büroassets sowie Bewertungsgewinnen, die die Auswirkungen gestiegener Finanzierungskosten dämpften.
„Wir konnten das Momentum des Vorjahres heuer im ersten Halbjahr fortsetzen und erstmals seit einiger Zeit wieder schwarze Zahlen schreiben. Während das wirtschaftliche Umfeld von einer zurückhaltenden Konjunkturprognose in der EU sowie steigender Inflation und damit verbunden Zinserhöhungen geprägt bleibt, entwickelt sich unser Kernmarkt Polen weiterhin überdurchschnittlich gut. Dies ist einem starken Binnenmarkt, gut ausgebildeten Fachkräften und laufenden Infrastrukturinvestitionen zu verdanken.“—Franz Jurkowitsch - Warimpex-CEO
Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Ergebnis durch strategische Vermietungserfolge im Berichtszeitraum: Warimpex verlängerte Mietverträge in Krakau sowohl mit einem Ankermieter im Mogilska 43 Office als auch mit dem Mieter des Mogilska 41 Office. Die Vertragsverlängerungen unterstreichen die Zufriedenheit mit dem Angebot und sichern die Stabilität der Erträge für die kommenden Jahre.
Das Halbjahresergebnis im Detail
Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Büroimmobilien konnten um 12 % auf EUR 7,8 Mio. gesteigert werden. Das lag vor allem an der Vollvermietung des Ende 2023 fertiggestellten Bürogebäudes Mogilska 35, aber auch an einer guten Entwicklung der Co-Working-Angebote in L̸ódź und Krakau. Durch eine leicht rückläufige Entwicklung des Hotels in Darmstadt, wo Warimpex aktuell mit ibis Styles eine neue Marke etabliert, ergab sich in Summe ein Plus von 9 % bei den Gesamtumsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr. Bei gleichzeitig um 5 % niedrigeren Aufwendungen verbesserte sich das EBITDA deutlich von EUR 0,6 Mio. auf nun EUR 2,1 Mio.
Das Ergebnis aus Abschreibungen und Wertänderungen lag nach einer Neuplanung und Aufwertung eines Developmentgrundstücks in Krakau bei EUR 3,2 Mio. im Plus – in den ersten sechs Monaten 2025 waren es noch EUR -0,6 Mio. aus planmäßigen Abschreibungen. Daraus resultiert nach einer glatten Null im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein klar positives EBIT in Höhe von EUR 5,3 Mio.
Das Finanzergebnis veränderte sich aufgrund höherer Zinsen und Verschuldung von EUR -2,9 Mio. auf EUR -3,7 Mio. In Summe ergibt sich damit ein Periodengewinn der Gruppe in Höhe von EUR 0,8 Mio., während im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch ein Verlust verzeichnet werden musste.
Aktuelle Developments mit Fokus auf Krakau
Warimpex‘ erstes Wohnbauprojekt in Polen, Mogilska 31 (MOG31) in Krakau, schreitet planmäßig voran und der Bau ist in vollem Gange. Die Nachfrage ist weiterhin erfreulich: für 57 der 145 Eigentumswohnungen konnten bereits Verträge mit den künftigen Käufern abgeschlossen werden und drei weitere Wohnungen sind reserviert. Darüber hinaus entstehen bei einer Gesamtfläche von 8.000 m² auch Geschäftsflächen im Erdgeschoß. Die Fertigstellung ist für 2028 avisiert. Ebenfalls in Krakau befindet sich ein Co-Living-Projekt in Planung.
Ausblick
„Die aktuellen Zahlen bestätigen unseren Weg: Hochqualitative, moderne und nachhaltige Developments mit Fokus auf Büro und Wohnen sowie auf unseren Bestand“, erklärt Jurkowitsch. Im zweiten Halbjahr liegt der Arbeitsschwerpunkt daher auf der Fortsetzung der Bauarbeiten bei MOG31, der weiteren Stärkung des Hotelbetriebs in Darmstadt sowie den anhaltenden Vermarktungserfolgen im Büro- und Wohnsegment.
„Auf Basis der Entwicklung im ersten Halbjahr und der aktuellen Budgetzahlen bleibt der operative Ausblick für 2026 positiv. Abhängig von den weiteren Bewertungsergebnissen und den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen streben wir für das Geschäftsjahr 2026 ebenfalls schwarze Zahlen an.“— Franz Jurkowitsch.