Wohnen von morgen – VELUX präsentiert den Future of Home Report 2026

Europaweite Umfrage über die Trends rund ums Wohnen und das Raumklima.
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Wohnen von morgen – VELUX präsentiert den Future of Home Report 2026
© Velux

VELUX, der führende Dachfensterhersteller, veröffentlicht zum ersten Mal den Future of Home Report mit europaweiten Ergebnissen rund um die Themen Wohnen und Raumklima. Dabei zeigt sich eine spannende Diskrepanz: Viele Europäer wissen, was ein gesundes Raumklima ausmacht, handeln jedoch nicht danach. Die meisten befragten Personen sind sich bewusst, dass Tageslicht, Lärm, Temperatur und Luftqualität das Wohlbefinden zu Hause massiv beeinflussen. Dennoch greifen sie eher zu schnellen Lösungen statt zu nachhaltigen Investitionen. Beispielsweise halten 52 % im Sommer die Vorhänge ganztags geschlossen, um der Hitze entgegenzuwirken. Über ein Drittel (38 %) öffnet im Winter die Fenster nicht, um Energie zu sparen. Dieses sogenannte „Komfort-Paradoxon“ führt dazu, dass viele Menschen unter Wohnbedingungen leben, die sowohl ihre Gesundheit als auch ihr Wohlbefinden beeinträchtigen.

Der Future of Home Report ist eine von VELUX in Auftrag gegebene Studie, für die 9.000 Personen in sechs europäischen Ländern befragt wurden. Sie zeigt spannende Ergebnisse: Fast ein Drittel (30 %) gibt an, dass schlechte Luftqualität ihre Produktivität und Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Nahezu die Hälfte (46 %) bestätigt, dass eine kalte Wohnung im Winter das körperliche Wohlbefinden negativ beeinflusst. Im Sommer leidet ein Viertel der Europäer (26 %) unter Hitze, die sich vor allem auf den Schlaf (69 %) und das allgemeine Wohlbefinden (47 %) auswirkt.

Ästhetik oder Energieeffizienz? Was bei der Renovierung priorisiert wird

Obwohl die Europäer wissen, dass Tageslicht, Temperatur und Luftqualität entscheidend für ihr Wohlbefinden sind, zeigt sich in der Praxis ein anderes Bild: Fast die Hälfte der Befragten (43 %) gibt an, dass der Wunsch das Zuhause ästhetischer zu gestalten, ausschlaggebend für eine Renovierung war, während nur 15 % dabei an die Verbesserung der Wärmeregulierung denken.

Im Vergleich mit anderen Ländern achten Österreicher vermehrt auf die Energieeffizienz: Mehr als ein Drittel (35 %) saniert, um die Energieeffizienz ihres Zuhauses zu verbessern. Die Ästhetik dabei ist jedoch nicht unwichtig – das bestätigen 40 % der heimischen Renovierer. Auch interessant: Österreicher modernisieren lieber, statt umzuziehen, um ihre aktuelle Wohnsituation zu verbessern: Mehr als die Hälfte der befragten Österreicher (53 %) hat in den letzten fünf Jahren renoviert, während nur 30 % umgezogen sind. Was hindert dennoch knapp jeden zweite Österreicher daran dem bestehenden Eigenheim ein Upgrade zu verpassen? Ganz klar die Kosten (42 %), gefolgt von einem Mangel an Zeit (31 %) und Umzugsmöglichkeiten (29 %) sowie fehlenden Kenntnissen (17 %).

Das Resultat: Viele bleiben in Wohnräumen, die ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden beeinträchtigen – nicht aus Unwissenheit, sondern aus praktischen und finanziellen Gründen.

Junge Europäer zeigen sich bei Renovierungen lösungsorientiert

Der Future of Home Report zeigt auch Unterschiede bei den verschiedenen Generationen in Europa auf. Gerade jüngere Personen (18-29 Jahre) sind lösungsorientiert, wenn es darum geht, das Wohlbefinden im eigenen Zuhause zu fördern. So achten sie stärker auf Tageslicht als andere Altersgruppen: Mehr als ein Viertel (27 % gegenüber 22 % im Durchschnitt aller Altersgruppen) gibt an, gezielt Arbeiten durchgeführt zu haben, um den Tageslichteinfall zu verbessern. Genauso viele wollen dies auch bei künftigen Renovierungsplänen berücksichtigen. Zudem ist die Altersgruppe 18-29, jene die am ehesten kürzlich Fassadenfenster, Dachgauben oder verglaste Türen ersetzt oder installiert hat (31 % gegenüber 27 % im Durchschnitt aller Altersgruppen).