Zehn Jahre Magazin MASSIV! INSIDE

Das Architekturmagazin feierte sein Jubiläum mit einer Expertenrunde im Radisson Blue Triest Hotel
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
vlnr.: Armin Daneshgar_Reinhold Sahl_Caroline Rodlauer_Reinhold Lindner_Andreas Pfeiler
vlnr.: Armin Daneshgar_Reinhold Sahl_Caroline Rodlauer_Reinhold Lindner_Andreas Pfeiler
© Richard@richardtanzer.at

Am 29. Juni feierte das Architekturmagazin MASSIV! INSIDE sein 10-Jähriges Jubiläum mit einer Expertendiskussion im Radisson Blue Triest Hotel. Andreas Pfeiler gab den Auftakt der Veranstaltung:

„Mineralische Baustoffe und massive Architektur waren der Inbegriff der Moderne, sie waren immer zeitgemäß und sind es auch heute. Mineralische Baustoffe sind langlebig, widerstandsfähig und ressourcenschonend.“
—Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands Steine-Keramik 

Das exklusive Magazin für Architektur, Baukultur und Design erscheint als Almanach in Print und digital und hat sich – ebenso wie seine Begrifflichkeit – über die Jahre weiterentwickelt.

„Wir freuen uns, die Erfolgsserie künftig als ‚MINERALISCH MASSIV! INSIDE‘ fortzusetzen.“
—Andreas Pfeiler

 

Historische Stadtentwürfe in die Zukunft entwickeln

Caroline Rodlauer von Rosa Architektur nahm in ihrem Statement auf ein Beispiel im Heft Bezug, die Villa Beer in Hietzing, die sichtbar macht, wie visionär menschenfreundliche Architektur bereits vor fast 100 Jahren gedacht war. Nach aufwändiger Restaurierung wurde die Villa im März für die Öffentlichkeit wiedereröffnet.

„Umbauen statt neu bauen gehört zu den nachhaltigsten Formen des Bauens. Wenn es um Erweiterungsbauten geht, ist freilich das Stadtbild zu wahren und auf einen stimmigen Dialog zwischen Alt und Neu zu achten. Stimmige Nachverdichtung vermeidet zudem Bodenversiegelung“
—Caroline Rodlauer

 

Bestehendes pflegen und nutzen

Burghauptmann Reinhold Sahl knüpfte hier an:

„Sanierung und neue Nutzungen von Bestand wird immer mehr zu einer reizvollen Perspektive. Die Burghauptmannschaft Österreich betreut und saniert zahlreiche historische Gebäude, viele davon mit Qualitäten, die man heute nur mit großem Aufwand reproduzieren könnte. Diese gilt es zu erkennen und zu nutzen sowie mit neuen Technologien zu verbinden. Im historischen Bestand zeigt sich zudem, wie leistungsfähig mineralische Baustoffe sind. Ein wesentlicher Vorteil liegt im langen Lebenszyklus, dazu kommt die robuste Statik“
—Reinhold Sahl 

 

Bauen ohne Boden: 200.000 Wohnungen auf Wiens Dachflächen möglich

Aufstockung und Verdichtung sind die Expertise von Armin Mohsen Danesghar von Danesghar Architects.

„Die Zukunft des Bauens liegt nicht im Gegensatz zwischen Bestand und Neubau, sondern in der intelligenten Weiterentwicklung dessen, was bereits vorhanden ist. Unsere Städte besitzen große Potenziale in bestehenden Gebäuden, auf Dächern und in ungenutzten Ressourcen. Gute Architektur verbindet diese Potenziale mit Technologie und Kreislaufwirtschaft und schafft dadurch nicht nur Gebäude, sondern langfristige Werte für Menschen, Städte und kommende Generationen.“
—Armin Mohsen Daneshgar

 

Innovationen Hand in Hand mit Bewährtem

Ein Beispiel für einen Neubau im aktuellen Heft ist das Projekt in Platja d‘en Bossa, südlich von Ibiza-Stadt, das zeigt, wie sozialer Wohnbau in einer von Massentourismus und andauernder Sommerhitze geprägten Region gelingen kann. Massive Baustoffe dienen hier als Rohmaterial für Strukturen, die sich selbst kühlen. Robuste Materialien leiten Luftströme und machen energieintensive Klimaanlagen obsolet. Das Zukunftspotenzial solcher Konzepte steht außer Frage.

„Unsere mineralischen Baustoffe tragen wesentlich dazu bei, solche innovativen Konzepte umzusetzen und dazu kommen noch die Grundqualitäten unserer mineralisch geprägten Branche: Wertschöpfung in den Regionen, Stärkung ländlicher Strukturen und kurze Transportwege sind Vorteile, die sonst niemand in dieser Form bieten kann.“
—Andreas Pfeiler