Anton-Benya-Preis für Baumit Lehrlingsausbildung
Gewürdigt wurden die praxisnahe Ausbildung in der Lehrwerkstätte Wopfing, Frauenförderung und Auslandspraktika
„70 Jahre Fördergemeinschaft Bauwesen e.V. bedeuten 70 Jahre Engagement für Bildung, wissenschaftlichen Austausch, fachliche Qualität und die Förderung des Nachwuchses in der Bau- und Immobilienwirtschaft“, betont der Vorsitzende Bernd Ahlsdorf.
„In Zeiten tiefgreifender Veränderungen gewinnt diese Arbeit an besonderer Bedeutung. Die gebaute Umwelt steht im Zentrum aktueller Herausforderungen wie der nachhaltigen Stadtentwicklung, der Transformation des Bestands, der Beschleunigung von Planungsprozessen und der Sicherung unserer Baukultur“, ergänzt Petra Kahlfeldt, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung in der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.
„Gleichzeitig steht die Bau- und Immobilienwirtschaft vor erheblichen Herausforderungen. Steigende Baukosten, komplexe und langwierige Genehmigungsverfahren, ein zunehmender Fachkräftemangel sowie eine wachsende regulatorische Verdichtung treffen auf hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit und Klimaschutz und eine durch wirtschaftliche Unsicherheiten geprägte Investitionszurückhaltung. Gerade unter diesen Bedingungen braucht es starke Netzwerke, die Praxis, Wissenschaft und Politik zusammenbringen und den kontinuierlichen Austausch fördern“, sagt Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin.
Im Rahmen des Jubiläums wurde zum sechsten Mal der BauWerke-Exzellenzpreis 2026 verliehen. Die diesjährigen Preisträger Sinan-Can Bozkurt und Hafsa Yildiz überzeugten mit einer Arbeit zum Thema urbane Transformation und infrastrukturelle Stadträume. Im Jubiläumsjahr der Fördergemeinschaft erhält der Preis damit eine besondere Symbolik: Junge Architektur übernimmt Verantwortung für die Reparatur, Aktivierung und Weiterentwicklung der Stadt.
„Der BauWerke-Exzellenzpreis erzählt die Geschichte einer veränderten Architekturlehre. Innerhalb weniger Jahre verschoben sich die Themen vom landschaftlich eingebundenen Entwurf über neue Freizeit- und Aufenthaltsformen hin zu Bestandstransformation, Umnutzung, Kreislaufwirtschaft und Stadtreparatur. Diese Entwicklung spiegelt die großen Aufgaben der Bau- und Immobilienwirtschaft wider“, sagt Kai Kummert, Vorsitzender der Jury.
Studierende können sich wieder ab Oktober 2027 mit einer Arbeit an der BHT bewerben.
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