Baupreise 2025 moderat gestiegen

Preise im Hochbau im Vergleich zu 2024 um 0,8 Prozent gestiegen, im Tiefbau um 0,9 Prozent
Ferdinand Neubauer
Ferdinand Neubauer
Baupreise 2025 moderat gestiegen
© ImmoFokus

Der Baupreisindex für den Hoch- und Tiefbau (Basisjahr 2020) betrug im Jahresdurchschnitt 2025 124,1 Indexpunkte und stieg somit im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 %. Im 4. Quartal 2025 verzeichnete der Index 124,6 Punkte und erhöhte sich damit sowohl im Vergleich mit dem Vorjahresquartal (+1,2 %) als auch verglichen mit dem Vorquartal (+0,2%).

Der gesamte Hochbau hielt bei einem Indexstand von 137,7 im Jahresdurchschnitt 2025 und einem Plus von 0,8 % im Vergleich zu 2024, ähnlich wie auch die beiden Hochbausparten Wohnhaus- und Siedlungsbau (136,3 Punkte, +0,8 %) und sonstiger Hochbau (139,8 Punkte, +0,9 %). Im 4. Quartal 2025 stiegen die Preise im Hochbau auf 138,2 Indexpunkte (+1,2 % zum 4. Quartal des Vorjahres; +0,2 % zum Vorquartal). Die beiden Hochbausparten Wohnhaus- und Siedlungsbau und sonstiger Hochbau wiesen im selben Zeitraum einen Indexstand von 136,8 bzw. 140,2 auf und erhöhten sich damit verglichen mit dem Vorjahresquartal um 1,3 % bzw. 1,2 %.

Der gesamte Tiefbau erreichte im Jahresdurchschnitt 2025 einen Indexstand von 105,3 Punkten (+0,9 % gegenüber 2024). Im 4. Quartal 2025 erreichte der Index 105,7 Punkte (+1,1 % zum Vorjahresquartal, +0,3 % zum Vorquartal). Die Indexstände der einzelnen Tiefbausparten lagen im Jahr 2025 bei 106,5 Punkten für den Straßenbau (+1,0 % im Vergleich zu 2024), 107,9 Punkten für den Brückenbau (+1,4 %) und bei 103,7 Punkten für den sonstigen Tiefbau (+0,6%).

Informationen zur Methodik, Definitionen: Die Baupreise stellen die tatsächlichen Preise dar, die von den Bauherr:innen für die jeweiligen Bauleistungen an die Bauunternehmen zu bezahlen sind. Der Baupreisindex (BPI) bildet vierteljährlich die Preisveränderung von Bauleistungen ab, die von Unternehmen in Österreich erbracht und von Bauherr:innen im Inland bezogen werden. Damit gibt der Index nicht nur Auskunft über die Kostenentwicklung der im Bauprozess eingesetzten Produktionsfaktoren (wie etwa Material und Lohn), sondern auch über die Veränderung bei Produktivität, Gewinnspanne etc. der Bauunternehmen. Der Index wird für die Sparten Wohnhaus- und Siedlungsbau, sonstiger Hochbau, Straßenbau, Brückenbau sowie sonstiger Tiefbau berechnet.

Im Basisjahr einer Indexreihe wird die durchschnittliche Jahresmesszahl auf 100,0 gesetzt. Die aktuelle Indexreihe hat das Basisjahr 2020, d. h. der Baupreisindex für das Jahr 2020 liegt bei 100,0 Indexpunkten.