„Betongold“ – FMA informiert zu Investmentprodukten mit Immobilienbezug

Die Finanzmarktaufsicht fragt in der neuen Ausgabe von „Reden wir über Geld“: Ist Immobilie drin, wenn Immobilie draufsteht?
Dagmar Gordon
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Wohnungsmarkt
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© Andrey Popov

Immobilien gehören zu den wichtigsten Anlageobjekten überhaupt. Das hohe Investitionsvolumen und der mit Errichtung, Kauf oder Verkauf und Unterhalt verbundene Aufwand erschweren die Investition jedoch. Und doch gibt es verschiedene Wege für Kleinanleger:innen, in Wohnungen, oder Gewerbeimmobilien indirekt zu investieren. Die Sicherheit, die viele mit Immobilienbesitz, Grundbucheinträgen und verlässlichen Mieteinnahmen assoziieren, ist jedoch nicht bei jeder Produktgestaltung gegeben. Anleger sollten Investitionen mit Immobilienbezug genauso wie andere stets kritisch hinterfragen. Einen Einblick gibt die neue Ausgabe von „Reden wir über Geld“, der Verbraucherinformationsreihe der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA).

„Ist Immobilie drin, wenn Immobilie draufsteht?“, fragt die Verbraucherinfo der FMA im Titel. Immobilienfonds beispielsweise kaufen und vermieten Liegenschaften und Fonds-Anteilseigner besitzen einen Anteil daran. Neben der Wertentwicklung der Immobilien, die der Fonds besitzt, besteht für Anleger:innen ein Risiko darin, dass ein Fonds in bestimmten Situationen die Rücknahme der Fondsanteile beschränken kann und man daher länger warten muss, bis man das investierte Geld zurückbekommt.

Im Unterschied zu den Fonds, die direkt Immobilien kaufen, investieren Immobilien-ETFs in Immobiliengesellschaften, zum Beispiel sogenannten REITs. Diese können jederzeit gekauft und verkauft werden, dafür schwankt der Preis und kann in Krisenzeiten stark fallen. Bei Immobilien-Crowdfunding werden Bauprojekte von vielen Kleinanlegern gemeinsam finanziert, meist über ein qualifiziertes Nachrangdarlehen, die oft höher verzinst sind, aber ein hohes Ausfallrisiko tragen. Über Immobilienanleihen – neuerdings auch als Token auf der Blockchain gestaltet – leihen Anleger einer Immobiliengesellschaft Geld gegen Zinsen. Auch hier besteht das Ausfallsrisiko.

Genaue Informationen für Anleger zu Risiken und Kosten sind für Immobilienfonds und ETFs im Basisinformationsblatt enthalten, das die Fondsanbieter zur Verfügung stellen müssen. Anleihen und geschlossene Immobilienfonds müssen ab einer bestimmten Größe einen Kapitalmarktprospekt veröffentlichen, in dem die relevanten Risiken offengelegt werden. Wie immer gilt: Vor jeder Anlageentscheidung sollten Investoren ihre finanziellen Ziele definieren. Besonders wichtig: Risiko, Ertrag und Liquidität eines Investments stehen in einem Spannungsverhältnis zueinander und können nicht gleichzeitig maximiert werden.

Die aktuelle Ausgabe von „Reden wir über Geld“ kann wie alle bisherigen Ausgaben auf der Website https://redenwiruebergeld.fma.gv.at/ abgerufen werden. Folgen Sie „Reden wir über Geld“ auch auf Instagram: @redenwiruebergeld.

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