CO2-neutrale Betonfertigteile

Neuartiger Holzhybridbeton für die industrielle Serienproduktion
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Co2 neutraler Beton
Co2 neutraler Beton
© Cemwood GmbH

Die Cemwood GmbH aus Magdeburg hat einen holzhybriden Beton entwickelt, der den CO2-Rucksack konventioneller Zementbindemittel kompensieren kann. Der gezielte Einsatz von mineralisierten Holzspänen als Zuschlagsmaterial bildet dabei die Grundlage. Besonders interessant – das Verfahren ist in der Fertigung ohne Umbauten und Prozessänderungen umzusetzen.

„Betriebliche Abläufe innerhalb des Betonwerkes können hier problemlos beibehalten werden“, betont Dipl.-Mineraloge Karsten Schrang, Leiter Forschung und Entwicklung bei Cemwood. Die Implementierung erfordert keine zusätzlichen Investitionen in die Anlagentechnik, was einen entscheidenden Vorteil für Hersteller mit laufendem Serienbetrieb darstellt. 

Bei einem Stoffraumanteil von bis zu 25 Vol.-% mineralisierter Holzspäne sinkt die Festbetonrohdichte auf bis zu 1.800 kg/m³. Das ist rund 20 % leichter als Normalbeton. Gleichzeitig bleiben jedoch die mechanischen Eigenschaften auf einem konstruktiven Niveau: Der Beton weist, abhängig vom eingesetzten Stoffraum, eine Druckfestigkeit bis C30/37 auf, wobei die Verarbeitungskonsistenz im Bereich F3 und F4 eingestellt werden kann. Die Sieblinien bis 16 mm liegen hierbei im günstigen Bereich 3. 

Der Werkstoff eignet sich potenziell für ein breites Spektrum an Fertigteilanwendungen – von Wand- und Deckenelementen über Treppenbauteile bis zu Fertiggaragen. Auch für Elemente des Garten- und Landschaftsbaus lässt er sich nutzen.  Zusätzlich ist er taxonomiekonform und DGNB-bilanzierbar.