Denkmal trifft Dämmung: Hiller-Kaserne wird zum Öko-Wohnprojekt

In Linz entsteht Wohnraum im Denkmal: Holzweichfaser-Dämmung verbindet historische Optik mit moderner Energieeffizienz.
Ferdinand Neubauer
Ferdinand Neubauer
Denkmal trifft Dämmung: Hiller-Kaserne wird zum Öko-Wohnprojekt
© lassy | architektur + raumplanung ZT‑GmbH

In Linz wird die denkmalgeschützte Hiller-Kaserne Teil des neuen Stadtteils „Sommersfeld Ebelsberg“. In elf ehemaligen Mannschaftsgebäuden entstehen Wohnungen, erste Einheiten sind bereits bezogen.

Auffällig sind zwei Punkte: die originalgetreu nachgebildete Fassade und eine Dämmung aus Holzweichfaser. Damit wird erstmals in Oberösterreich ein System dieser Art im großen Stil im Bestand eingesetzt.

Die Abstimmung mit dem Denkmalschutz war aufwendig. Für die Freigabe wurden Musterflächen erstellt und sogar ein komplettes Fensterdetail nachgebaut. „Unser Ziel war es, die historische Ästhetik der 1940er-Jahre zu bewahren und gleichzeitig einen hohen Wohnkomfort mit ökologischen Materialien zu schaffen“, sagt Gerald Fellinger.

Zum Einsatz kommt eine Dämmung auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Sie ist diffusionsoffen, verbessert das Raumklima und bietet Schutz vor Hitze und Schall. Voraussetzung für den Einsatz war ein bestandener Großbrandversuch nach ÖNORM. „Dieses erfreuliche Ergebnis unterstreicht unsere Position als führender Anbieter ökologischer Wärmedämmlösungen“, so Christian Höberl.

Insgesamt sollen im Gebiet rund 6.000 Menschen wohnen. Das Projekt zeigt, wie sich Denkmalschutz und energetische Anforderungen im Bestand verbinden lassen.