Dienstleistungen treiben Inflation noch stärker als zuletzt

Schnellschätzung von Statistik Austria: Inflationsrate für Mai 2026 beträgt voraussichtlich 3,7 %.
Michael Neubauer
Michael Neubauer
Dienstleistungen treiben Inflation noch stärker als zuletzt
© ImmoFokus

„Einer ersten Schätzung zufolge wird die Inflationsrate im Mai 2026 bei 3,7 % liegen, nach 3,4 % im April. Dieser Anstieg der Inflationsrate im Vergleich zu April ist überwiegend auf den verstärkten Preisauftrieb bei Dienstleistungen zurückzuführen, die nach wie vor der größte Inflationstreiber sind. In diesem Bereich stiegen die Preise um 4,4 % und damit noch stärker als im April mit +4,1 %. Dazu trugen unter anderem deutliche Preisschübe für Flugtickets bei. Einen kräftigen Preissprung auf 1,4 % gab es bei den Preisen für Industriegüter, die im April noch leicht um 0,8 % gestiegen waren. Die Preise für Diesel und Heizöl sind im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat gesunken. Benzin verzeichnete einen moderaten Anstieg. In Summe ging von diesen Energieträgern im Mai ein etwas geringerer Inflationsdruck aus als im April. Lebensmittel, Tabak und Alkohol wurden um 2,4 % teurer, etwas weniger kräftig als im April mit einem Plus von 2,6 %“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Verbraucherpreisindex (VPI), Mai 2026

+3,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufige Schnellschätzung)

+0,1 % zum Vormonat (vorläufige Schnellschätzung)

Bereits die Schnellschätzung gibt Einblick in die Veränderungsrate von Komponenten des Verbraucherpreisindex und deren Einfluss auf die Inflationsrate. Die Sonderaggregate Industriegüter (A), Energie (E), Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak (F) und Dienstleistungen (S) ergeben gemeinsam die Gesamtinflation. Die Sonderaggregate Industriegüter (A) und Dienstleistungen (S) ergeben die Kerninflation.

Harmoniserter Verbraucherpreisindex (HVPI), Mai 2026

+3,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufige Schnellschätzung)

+0,1 % zum Vormonat (vorläufige Schnellschätzung)