Durchschnittliche Immobilienpreise 2025 erneut gestiegen

Quadratmeterpreise unterscheiden sich je nach Region deutlich
Michael Neubauer
Michael Neubauer
Durchschnittliche Immobilienpreise 2025 erneut gestiegen
© ImmoFokus

Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter Wohnfläche für Eigentumswohnungen in Österreich laut Statistik Austria bei 4.162 Euro und für Häuser bei 2.836 Euro. Der Preis für bebaubare Grundstücke stieg auf 135 Euro je Quadratmeter.

„Nach den Preisrückgängen für Wohnraum in den meisten Regionen Österreichs im Jahr 2023 sind die Durchschnittspreise für Häuser und Wohnungen 2024 und auch 2025 im Vorjahresvergleich wieder gestiegen. Sie liegen jedoch weiterhin unter dem Rekordniveau von 2022. Der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche in einem Wohnhaus war 2025 im Schnitt rund 60 Euro niedriger als 2022. Für Eigentumswohnungen musste rund 200 Euro weniger bezahlt werden als 2022. Deutlich gestiegen sind hingegen die Preise für bebaubare Grundstücke, die 2025 in mehreren Bundesländern einen Höchststand erreichten“, so 
—Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria

Häuser und Wohnungen in Wien am teuersten

Der österreichische Medianpreis von Wohnhäusern lag bei 2.836 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Das heißt, bei der Hälfte der Häuser war der Quadratmeterpreis höher als 2 836 Euro, bei der anderen Hälfte niedriger. Am teuersten waren Häuser in der Bundeshauptstadt Wien mit 5.376 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Vorarlberg mit 5.077 Euro und Tirol mit 4.828 Euro. Salzburg war mit 4.766 Euro ebenfalls weit über dem Durchschnitt. Die großflächigen Bundesländer Ober- und Niederösterreich lagen mit 2.905 und 2.653 Euro jeweils knapp über und unter dem Österreichwert. In Kärnten (2.609 Euro), der Steiermark (2.421 Euro) und dem Burgenland (1.889 Euro) waren die Preise im Mittel am niedrigsten.

Bei den Eigentumswohnungen lag der österreichische Medianpreis bei 4.162 Euro (siehe Tabelle 2). Auf den Quadratmeter gerechnet sind Wohnungen teurer als Häuser, da sich diese häufig in stärker nachgefragten Lagen wie etwa in Stadt- und Ortszentren befinden. Darüber hinaus ist die Preisdifferenz auch dem Alter der Objekte geschuldet: Häuser bestehen oft schon länger, wenn sie gekauft werden, während viele Wohnungen im Neubau erworben werden. Wohnungen in Wien waren mit 5.212 Euro je Quadratmeter im Mittel am teuersten, knapp gefolgt von Vorarlberg mit 5.000 Euro, Salzburg mit 4.968 Euro und Tirol mit 4.965 Euro. Oberösterreich positionierte sich mit 3.373 Euro unter dem Durchschnitt und belegte damit auch bei den Wohnungen den 5. Platz. Abseits der Bundeshauptstadt und den westlichen Bundesländern waren die Preise eines Quadratmeters in Kärnten mit 3 260 Euro am höchsten, gefolgt von Niederösterreich (3 089 Euro). In der Steiermark und dem Burgenland waren Wohnungspreise hingegen mit 2 750 und 1 859 Euro je Quadratmeter am geringsten.

Beim Preis für bebaubare Grundstücke entscheidet die Lage

Im Grundstückspreisvergleich finden sich insbesondere Wintersportgebiete und Ballungsräume auf den vordersten Plätzen. Die Gemeinde Reith bei Kitzbühel liegt mit einem Quadratmeterpreis von 2.742 Euro im 5-Jahres-Durchschnitt erneut auf dem 1. Platz, gefolgt von der Stadt Kitzbühel mit 2.617 Euro. Unter den 10 Regionen mit den höchsten Grundstückspreisen Österreichs finden sich weiters Lech (2.108 Euro), die gemeinsam ausgewerteten Orte Aurach bei Kitzbühel und Jochberg (2.100 Euro) sowie Anif (1.851 Euro). In diesen Orten sind es wenige sehr teure Transaktionen, die die Preise in die Höhe treiben. Ebenso auf den vorderen Plätzen befindet sich die Stadt Salzburg und einige Bezirke der Bundeshauptstadt. In Salzburg kostete der Quadratmeter 2025 rund 1.345 Euro. In Wien lagen die Bezirke Währing mit 2.181 Euro und Döbling mit 1.756 Euro je Quadratmeter vorne. In den Wiener Flächenbezirken fanden sich auch preiswertere bebaubare Grundstücke und die Durchschnittspreise pro Quadratmeter fielen mit 670 bis 856 Euro gemäßigter aus.

Die Nähe zu Wien war auch bestimmend für die Preise in Niederösterreich und dem Nordburgenland. Der Bezirk Tulln wies zum Beispiel einen Durchschnittspreis von 238 Euro auf. Die peripheren Regionen im Norden Niederösterreichs und im Mittel- sowie Südburgenland sind die preisgünstigsten des Landes. Im Bezirk Zwettl (NÖ) kostete Baugrund im Durchschnitt 26 Euro und im Bezirk Jennersdorf im Burgenland 21 Euro.

Der Durchschnittspreis für bebaubare Grundstücke in Österreich lag im Jahr 2025 bei 135 Euro pro Quadratmeter (geometrisches Mittel). Hier kam es ab dem Jahr 2023 zu starken Anstiegen, die zum Teil auch auf eine veränderte Zusammensetzung der beobachteten Transaktionen seit der Zinswende Mitte 2022 zurückzuführen sind. Niederösterreich und Oberösterreich lagen mit 116 Euro und 139 Euro am nächsten beim Österreichschnitt von 135 Euro je Quadratmeter. In der Steiermark (90 Euro), Kärnten (88 Euro) und dem Burgenland (77 Euro) lagen sie darunter, während in Salzburg, Vorarlberg, Tirol und Wien die Preise für sämtliche Objekttypen über dem Österreichschnitt angesiedelt waren (siehe Tabelle 3).

Berechnung: Die angegeben Werte sind Medianwerte und geometrische Mittelwerte der Immobilien-Sonderauswertung (2015 bis 2025) oder geometrische Mittelwerte von tatsächlich durchgeführten entgeltlichen Immobilientransaktionen in den Jahren 2021 bis 2025. Die Preise werden über die Jahre 2021 bis 2025 mittels eines Regressionsmodells unter Berücksichtigung von Unterschieden in Wohnflächen, Grundflächen, Bauperioden und Lage der Objekte auf das Jahr 2025 valorisiert und sind in Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bzw. Grundstücksfläche angegeben. Die zur Berechnung verwendeten Flächen wurden den Kaufverträgen entnommenen und gegebenenfalls durch Angaben des Gebäude- und Wohnungsregisters ergänzt. Die Verwendung des geometrischen Mittels ist eine Maßnahme zur Reduktion des Einflusses von weniger hochpreisigen Transaktionen, die bei Immobilientransaktionen regelmäßig vorkommen.