Eine städtische Interpretation mit attraktiven Arbeitswelten

Das Headquarter der CURA COSMETICS GROUP am Stadtrand von Innsbruck bündelt alle bisher ausgelagerten Betriebsstätten in einem integral geplanten Kompetenzzentrum. Dieses umfasst zwei Büro-, ein Logistik- sowie ein „Stöcklgebäude“ für die Waren-Konfektionierung. Kompakte Funktionsbereiche und kurze Wege perfektionieren die Betriebsprozesse.
Amelie Miller
Amelie Miller
Headquarter der CURA COSMETICS GROUP
Headquarter der CURA COSMETICS GROUP
© ATP/Bause

Im Zeichen einer Antithese

Ziel der Entwurfsüberlegungen war, die für Gewerbegebiete übliche Formensprache aufzubrechen. Als Manifest gegen gesichtslose Verwaltungstempel entwarf das ATP-Planungsteam die beiden fünfgeschossigen, mit Strukturputz verkleidenden Bürogebäude als moderne „Stadthäuser“; die Logistikhalle mit ihrem massiven Lärchenholzkleid nimmt indes Bezug auf die bewaldeten Hänge der Nordkette. Ein hölzerner Treppenhaus-Zubau verknüpft die beiden Bürohäuser. Neben Offices für Marketing-Aktivitäten sind in den Bürogebäuden ein Laborbereich zur kosmetischen Produktentwicklung, eine Kinderbetreuungseinrichtung und ein Flaghship-Store – die „Judith Williams Beauty World“ – untergebracht.

Büros mit Wohlfühlfaktoren

Ein angenehmes Arbeitsplatz-Ambiente war dem Auftraggeber ein besonderes Anliegen. Gemeinsam mit dem D&R-Team wurden daher offene und tageslichtdurchflutete Büros entworfen. Für hohe Flexibilität sorgen „Teamwalls“ – Vorhänge, mit denen Besprechungsräume zoniert werden können. Zur Ergänzung klassischer Schreibtisch-Arbeitsplätze gibt es im 2. OG des neuen Bürohauses Flächen für Activity-Based-Working. Hier laden teilverglaste Raumteiler-Regale mit integrierten Telefonboxen, Sitznischen und Pflanzen zu Kreativität und Kommunikation. 

Klassischer Mittel für ein Wohlfühlambiente bedient sich die energieeffiziente Architektur: Die Ziegelfassade verfügt über große Speichermasse, die Fenster sind öffenbar. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert einen wertvollen Stromanteil und konnte bis 2020 bereits 123,65 Tonnen CO2 einsparen.

Fotos: ATP/Bause