ESG

Fünf Sofortmaßnahmen zur Senkung der Heizkosten

Praktische Tipps von den Experten der Austria Email AG zum Start der Heizsaison
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Fünf Sofortmaßnahmen zur Senkung der Heizkosten
Wärmepumpe Austria Email
© Austria Email AG
Fünf Sofortmaßnahmen zur Senkung der Heizkosten
Austria Email Brauchwasserwärmepumpe Revolution Evo
© Austria Email
Fünf Sofortmaßnahmen zur Senkung der Heizkosten
Fünf Sofortmaßnahmen zur Senkung der Heizkosten

Leicht umsetzbare Maßnahmen um Energieverschwendung zu vermeiden und bares Geld bei den Betriebskosten zu sparen

Mit Beginn der Heizsaison steigt die Sorge vieler Haushalte vor einem teuren Winter. Energie hat sich verteuert, Heizöl lag im August um 48,1 % über dem Vorjahreswert, auch die Gas-Großhandelspreise haben infolge des globalen Kriegsgeschehens angezogen. Zudem belastet die Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB viele Haushaltsbudgets, da variable Kredite teurer werden.

Umso wichtiger ist die Raumheizung, die rund 70 % der Haushaltsenergie ausmacht, die Warmwasserbereitung ist für rund 11 % verantwortlich. Vor dem Winter lohnt es sich daher, das Heizungssystem fit zu machen. Einfache Maßnahmen zur Betriebskostenoptimierung kann jeder selbst umsetzen. Zusätzlich trägt die Wartung durch einen Fachinstallateur zu einem effizienteren Betrieb mit geringerem Energieverbrauch bei.

Die Experten der Austria Email AG empfehlen die Beachtung von ein paar grundlegenden praktischen Tipps. Zudem ist gerade bei älteren Systemen jetzt der richtige Zeitpunkt, an einen Heizungstausch zu denken.

Wer auf eine Wärmepumpe umsteigt, macht sich unabhängiger von Öl und Gas, den damit verbundenen Preisrisiken sowie steigenden CO2-Steuern. In einem ersten Schritt ist auch der Einbau einer Brauchwasserwärmepumpe und der Tausch eines überalterten Boilers durch einen smarten Elektrospeicher sinnvoll. Je nach bisherigem System und Verbrauchsverhalten können diese Maßnahmen die Betriebskosten senken.

Was jeder bei der Inbetriebnahme der Heizung in den eigenen vier Wänden selbst tun kann:

1. Heizkörper reinigen: Weil Staub und Flusen die Wärmeabgabe mindern ist es empfehlenswert, Heizkörper vor dem Start der Heizsaison gründlich zu reinigen.

 2. Heizkörper sollten frei stehen: Damit sich die Wärme nicht staut, ist zwischen Heizkörper und Möbelstücken wie Sofas ein Mindestabstand von 30 cm und mehr empfehlenswert. Auch Vorhänge sollten nicht über den Heizkörper fallen, damit die Heizwärme gut an den Raum abgegeben werden kann.

3. Anpassung der Temperatureinstellung je nach Raumnutzung:

• Achtung bei überheizten Räumen! Als Faustregel gilt: Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1°C kann den Heizenergiebedarf um rund 6 % reduzieren.

• In Wohnräumen sind je nach individuellem Empfinden rund 20°C ausreichend.

• Die Heizung muss nicht den ganzen Tag voll durchlaufen. Während der Nachtstunden kann die Temperatur in Wohnräumen reduziert werden. In Schlafräumen gelten rund 18°C als optimal.

• In wenig genutzten Räumen kann die Temperatur auf rund 16°C eingestellt werden.

• Wer tagsüber nicht zu Hause ist, sollte die Raumtemperatur um rund 3°C absenken. Denn wenn die Temperatur zu weit absinkt, dauert es lange, die Räume wieder aufzuheizen – und das bewirkt statt einer Energieeinsparung das Gegenteil.

4. Richtig lüften statt dauerhaft kippen: Mehrmals täglich für einige Minuten stoßlüften statt Fenster dauerhaft gekippt lassen. Dadurch wird verbrauchte Luft rasch ausgetauscht, ohne Wände und Möbel stark auszukühlen. Das kann helfen, unnötige Heizverluste zu vermeiden.

5. Was ein Fachinstallateur zur Steigerung der Heizungseffizienz beiträgt:

• Heizkörper bzw. Fußbodenheizung entlüften: Luft im Heizsystem behindert die Wasserzirkulation und erhöht den Energieverbrauch. Heizkörper bzw. Fußbodenheizung sollten daher idealerweise einmal jährlich zu Beginn der Heizsaison entlüftet werden.

• Wasserdruck prüfen und nachjustieren: Gemeinsam mit dem Entlüften sollte der Anlagendruck kontrolliert und bei Bedarf Wasser nachgefüllt werden. Das vermeidet Energieverluste und kann unter günstigen Bedingungen bis zu 15 % einsparen.

• Inspektion des Heizungssystems: Eine generelle Anlagenprüfung erkennt Leckagen, Rost und Störungen frühzeitig, sodass sie fachmännisch behoben werden können.

• Hydraulischer Abgleich: Durch die präzise Einstellung von Pumpen und Ventilen erhält jeder Heizkörper genau die richtige Menge Heizwasser. Das verbessert die Effizienz und kann je nach Gebäude die Heizkosten senken. Tipp: Einzelne Bundesländer fördern den hydraulischen Abgleich und den Pumpentausch. Informationen gibt es beim Installateur oder den Landesförderstellen.

• Nachrüstung mit digitalen Thermostaten: Sie regeln die Raumtemperatur automatisch und exakt, verhindern Überheizen und senken die Temperatur raumweise nach Zeitprogramm ab. So wird bedarfsgerecht geheizt und Energie gespart.

• App-basierte Smart-Home Lösungen: Smart-Home Apps steuern individuelle Heizprofile und Einzelraumregelungen und senken die Temperatur bei Abwesenheit oder nachts. Zusätzlich lassen sie sich mit intelligenten Rollläden, automatischer Fenstererkennung oder standortbasierter Steuerung vernetzen.

Jetzt den Heizungstausch mit Umstieg auf eine Wärmepumpe planen

Wenn zum Start der Heizsaison eine Inspektion durch einen Fachinstallateur in Anspruch genommen wird, ist dies – besonders bei älteren Heizungsanlagen – auch die beste Gelegenheit, um über den Tausch von überalterten Boilern, den Einbau einer Brauchwasserwärmepumpe oder einen kompletten Heizungstausch nachzudenken. Denn neben einer kompletten Heizungserneuerung lassen sich auch mit einfachen Maßnahmen wie dem Einbau einer Brauchwasserwärmepumpe und der Umrüstung auf effiziente Speichertechnik Einsparungen bei den Betriebskosten realisieren. Im Sinne einer fundierten Planung gilt es, im Gespräch mit dem Installateur des Vertrauens im ersten Schritt die Wahl des passenden Systems zu treffen und sich über technische Aspekte wie PV-Einbindung sowie über mögliche Betriebskosteneinsparungen und verfügbare Förderungen zu informieren.

Der praktische Online-Wärmepumpen-Berater von Austria Email hilft bei der Wahl der geeigneten Lösung für Sanierungsvorhaben. Wer sich für einen Umstieg entscheidet, kann – abhängig von Gebäude, Anlagenauslegung und Energiepreisen – niedrigere Betriebskosten bei Heizung, Warmwasserbereitung und Raumkühlung erzielen. Je nach Ausgangssituation können die Energiekosten gegenüber einer Öl- oder Gasheizung um bis zu 1.500 Euro pro Jahr sinken. Die tatsächliche Höhe der Einsparung hängt von Gebäude, Heizsystem, Energiepreisen und Verbrauchsverhalten ab.

Die gute Nachricht: Der Fördertopf für den Heizungstausch 2027 wird mit 179 Mio. Euro neu befüllt. Anträge sind bereits heuer, ab dem 2. November 2026, wieder möglich: www.sanierungsoffensive.gv.at.

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