Nach dem Ausschöpfen des Kesseltausch-Budgets 2026 fordert der Wärmepumpen-Installateur Heizma eine Übergangslösung bis zum Start des nächsten Förderprogramms im Jahr 2027. Ohne rückwirkenden Förderstichtag drohe ein Anstieg bei Neuinstallationen von Gasheizungen.
Hintergrund ist das Ende der Fördermittel für die Sanierungsoffensive 2026. Gleichzeitig ging der Absatz von Wärmepumpen in Österreich laut Heizma im Jahr 2025 um rund 22 Prozent zurück, während der europäische Markt um elf Prozent wuchs.
„Wem im September der Kessel eingeht, der baut ohne Übergangsregelung eher eine Gasheizung ein – für die nächsten zwanzig Jahre. Dann hätte die fehlende Förderung sogar einen Negativeffekt.“—Michael Kowatschew, Geschäftsführer von Heizma.
Das Unternehmen fordert deshalb, dass im Förderprogramm 2027 auch Anlagen berücksichtigt werden, die ab dem 1. September 2026 installiert werden.
Positiv bewertet Heizma die geplante Trennung der Förderbudgets ab 2027. Künftig sollen Mittel für den Kesseltausch und für thermische Sanierungen getrennt verwaltet werden. Dadurch könne verhindert werden, dass ein Fördertopf zulasten des anderen ausgeschöpft wird.
Kritisch sieht das Unternehmen hingegen die häufigen Änderungen bei den Fördersystemen. „Bald gibt es sechs Jahre in Folge jedes Jahr ein anderes Fördersystem. Das muss aufhören. Nur mit Kontinuität können Betriebe sich spezialisieren und zu konstanten Preisen anbieten“, so Kowatschew.
Die geplante Reduktion des Fördersatzes auf 20 Prozent ab 2027 hält Heizma hingegen für vertretbar, sofern die Rahmenbedingungen langfristig verlässlich bleiben. Aus Sicht des Unternehmens sind eine Übergangsregelung, ein dauerhaftes Fördersystem und transparente Förderbedingungen entscheidend, um den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme weiter voranzutreiben.