Mitglieder beziehen erneuerbaren Strom um 10,90 Cent netto pro Kilowattstunde – ohne eigene Photovoltaikanlage und ohne Anbieterwechsel. Möglich macht das die Kombination aus Photovoltaik, Batteriespeichern und dem Energiemanager Optima: Schon jetzt liefert Teilma rund vier Megawattstunden pro Woche und deckt im Schnitt knapp 80, an Sonnentagen bis zu 98 Prozent des Bedarfs.
Energiegemeinschaften gelten als eines der wichtigsten Modelle für eine dezentrale Energiewende. Viele haben aber eine Schwäche: Sie liefern Strom vor allem dann, wenn Photovoltaikanlagen produzieren – meist zu Mittag. Nicht dann, wenn Haushalte ihn am dringendsten brauchen: am Abend, in der Nacht, früh am Morgen.
Teilma setzt genau dort an
Die Bürgerenergiegemeinschaft von Heizma verbindet Stromerzeuger und Verbraucher österreichweit und ergänzt das klassische Modell um einen entscheidenden Baustein: Batteriespeicher. Über den Energiemanager Optima werden sie so gesteuert, dass überschüssiger Sonnenstrom nicht sofort ins Netz abfließt, sondern auch außerhalb der Sonnenstunden nutzbar bleibt.
„Energiegemeinschaften sind großartig – aber häufig mit einer Schwachstelle verbunden: der Nacht. Genau dann, wenn besonders viel Energiebedarf herrscht, war Gemeinschaftsstrom bisher oft nicht verfügbar. Mit Teilma schließen wir diese Lücke. Wir machen Sonnenstrom nicht nur gemeinschaftlicher, sondern vor allem alltagstauglicher.“—Michael Kowatschew - Mitgründer und Geschäftsführer von Heizma
Günstig beziehen, fair einspeisen
Das Prinzip ist einfach: Haushalte mit Photovoltaikanlage speisen überschüssigen Strom in die Gemeinschaft ein. Andere Mitglieder beziehen ihn günstiger als über viele herkömmliche Tarife – auch ohne eigene PV-Anlage. Die Zuteilung erfolgt automatisch über die Netzbetreiber auf Basis von Viertelstundenwerten.
Einspeiser erhalten 8,40 Cent, Bezieher zahlen 10,90 Cent pro Kilowattstunde netto. Der bestehende Stromvertrag bleibt aufrecht: Teilma deckt den über die Gemeinschaft verfügbaren Teil des Verbrauchs, den Rest liefert weiterhin der bisherige Stromanbieter.
„Teilma macht aus vielen Einzelteilen ein komplettes Angebot: beitreten, Strom teilen, Kosten senken“, so Kowatschew.
Teilma Österreich und Teilma Regional
Teilma gibt es in zwei Varianten. Teilma Österreich ist eine Bürgerenergiegemeinschaft – Haushalte können unabhängig vom Netzgebiet aus ganz Österreich teilnehmen. Teilma Regional ist eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft, bei der Erzeuger und Verbraucher im selben Netzgebiet liegen.
Bei regionaler Teilnahme entfallen Teile der Netzentgelte, der Gemeinschaftsstrom wird dadurch noch günstiger. Wo eine regionale Zuordnung möglich ist, profitieren Mitglieder automatisch; andernfalls steht Teilma Österreich offen.
Energiegemeinschaften sind in Österreich seit 2021 gesetzlich verankert: Haushalte, Gemeinden und Unternehmen erzeugen, teilen und verbrauchen erneuerbaren Strom gemeinsam. Das senkt Kosten, schafft regionale Wertschöpfung und entlastet das Energiesystem.
Der nächste Entwicklungsschritt liegt in der Flexibilisierung. Die meisten Energiegemeinschaften sind heute stark PV-getrieben – viel Erzeugung zu Mittag, wenig am Abend, nichts in der Nacht. Nur rund zehn bis 20 Prozent der Energiegemeinschaften verfügen über die technische Basis, um auch nachts Gemeinschaftsstrom bereitzustellen.
Bis zu 98 Prozent Bedarfsdeckung durch intelligente Steuerung
Teilma baut dieses Modell aus. Optima analysiert Verbrauchsmuster, Erzeugung und Speicherstände und entscheidet, wann Strom verbraucht, gespeichert oder in die Gemeinschaft eingebracht wird. Einspeiser nutzen ihren Strom dadurch gezielter, Bezieher erhalten Gemeinschaftsstrom auch dann, wenn klassische Energiegemeinschaften wenig liefern. Im Schnitt stammen knapp 80 Prozent des Stroms, den die Mitglieder verbrauchen, aus der Gemeinschaft – an sonnigen Tagen bis zu 98 Prozent. Energiegemeinschaften ohne intelligente Steuerung erreichen meist deutlich weniger.
Bisher fehlender Puzzlestein
Für Heizma ist Teilma der nächste Baustein eines integrierten Energiemodells: Wärmepumpen, Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladestationen bilden die Hardware, Optima die softwarebasierte Steuerung, Teilma die gemeinschaftliche Nutzung. Aus einzelnen Anlagen entsteht ein vernetztes Energiesystem für das Eigenheim.
Heizma wurde im März 2024 gegründet und entwickelte sich in kurzer Zeit vom spezialisierten Wärmepumpen-Installateur zum ganzheitlichen Anbieter moderner Energielösungen. Das Unternehmen beschäftigt 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rüstet monatlich mehr als 60 Häuser um und erzielte im April 2026 erstmals zwei Millionen Euro Monatsumsatz.
Die Teilnahme an Teilma ist ab sofort österreichweit möglich. Anmeldung und weitere Informationen unter https://heizma.at/energiegemeinschaft-teilma