Wachsendes Kaufinteresse für Eigentumswohnungen ist bereits das zweite Jahr in Folge zu beobachten. Und auch die Preise zogen 2025 wieder an. Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen lagen 2025 laut ImmoScout24 durchschnittlich bei 6.041 Euro pro Quadratmeter, was einer Steigerung von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Nachfrage auf der Plattform erhöhte sich deutlich um 17 Prozent.
„Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen entwickelt sich bei uns seit 2024 sehr dynamisch steigend. Parallel dazu sahen wir auch wieder erste Preisbewegungen. Alles blickt derzeit auf die Geopolitik und Zinsen. Doch aus heutiger Sicht auf die Fixzinssätze sollte die Trendwende bestehen bleiben – das Kaufinteresse ist jedenfalls da.“—Markus Dejmek - Geschäftsführer von ImmoScout24 in Österreich
Die Zahlen und Daten spiegeln sich auch in der Praxis wider, wie DI Hannes Speiser, Prokurist bei WINEGG Realitäten GmbH, erklärt: „Wir verzeichnen derzeit wieder deutlich mehr Nachfrage nach Eigentumswohnungen. Nach einer zurückhaltenden Phase in den letzten zwei Jahren kehren vor allem Käufer:Innen mit langfristiger Perspektive verstärkt in den Markt zurück.“
WINEGG: Politik muss für „verlässliche Rahmenbedingungen“ sorgen
Für das laufende Jahr blickt Hannes Speiser positiv auf die Abschlüsse: „Für 2026 rechnen wir mit einem stabilen Marktumfeld und einer steigenden Abschlussdynamik. Aufgrund der geringen Neubautätigkeit bleibt das Angebot begrenzt, weshalb wir bei Projekten in guten Lagen wieder von leicht steigenden Preisen ausgehen.“
Im Jahr 2025 sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen laut ImmoScout24 österreichweit um vier Prozent auf durchschnittlich 6.041 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet damit im Schnitt rund 420.000 Euro. Das höchste Preisniveau weist Tirol mit durchschnittlich 7.043 Euro pro Quadratmeter auf, gefolgt von Vorarlberg mit 6.901 Euro und Wien mit 6.636 Euro pro Quadratmeter. Am günstigsten bleiben Eigentumswohnungen in der Steiermark, wo der Quadratmeterpreis bei durchschnittlich 4.331 Euro liegt.
Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Eigentumswohnungen deutlich gestiegen. Besonders stark entwickelte sich das Interesse in Wien und der Steiermark mit jeweils einem Plus von 21 Prozent. Auch Vorarlberg (+20 Prozent) und Tirol (+18 Prozent) verzeichneten spürbare Zuwächse.
Eine entscheidende Rolle bei der weiteren Entwicklung in den kommenden Jahren spielen für Speiser auch die Entscheidungen aus der Politik. „Wichtig sind verlässliche Rahmenbedingungen, etwa bei Finanzierung und raschen Genehmigungsverfahren. Dadurch kann neues Eigentum und dringend benötigter Lebensraum wieder leichter erreichbar werden“, so seine Hoffnung.
„Hochwertige Immobilien bleiben stabile Wertanlage“
Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen – insbesondere der Krieg im Nahen Osten und mögliche Auswirkungen auf Inflation und Zinsen – können laut Speiser kurzfristig zu Verunsicherung am Wohnungsmarkt führen. Langfristig sieht er jedoch keine nachhaltigen negativen Effekte: „Neue Inflationsimpulse und steigende Zinsen könnten kurzfristig zu mehr Zurückhaltung führen. Langfristig bleiben hochwertige Wohnimmobilien in guten Lagen jedoch eine stabile Wertanlage für Generationen.“
Markus Dejmek von ImmoScout24: „Auf unserer Plattform sehen wir, wie die Nachfrage der Nutzer anzieht, bevor sich diese Entwicklung später in Transaktionen und Preisen am Markt widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund blicke ich für 2026 weiterhin positiv auf die Branche.“