Holz statt Beton: Start für Wohnprojekt in Grünwald

In Grünwald starten zwei Holzwohnhäuser mit 12 Wohnungen. Fokus: Nachhaltigkeit, PV, weniger CO₂.
Ferdinand Neubauer
Ferdinand Neubauer
v.l.n.r: Herr Christian Paulus, Geschäftsführender Gesellschafter der PAULUS Immobiliengruppe Herr Jan Neusiedl, Erster Bürgermeister der Gemeinde Grünwald Frau Ines Stenzel, Geschäftsführung bei Blaesig Architekten GmbH
v.l.n.r: Herr Christian Paulus, Geschäftsführender Gesellschafter der PAULUS Immobiliengruppe Herr Jan Neusiedl, Erster Bürgermeister der Gemeinde Grünwald Frau Ines Stenzel, Geschäftsführung bei Blaesig Architekten GmbH
© PAULUS Immobiliengruppe / SCRIVO Communications

In Grünwald haben die Bauarbeiten für zwei viergeschossige Holzwohnhäuser am Hirtenweg begonnen. Bauherr ist die PGH Grundstücksgesellschaft Hirtenweg mbH aus der PAULUS Immobiliengruppe. Geplant sind zwölf Wohnungen mit 61 bis 135 Quadratmetern. Die Baugenehmigung liegt vor, die Fertigstellung ist bis 2028 vorgesehen.

Das Projekt knüpft an frühere Holzbauvorhaben des Unternehmens an, unter anderem in Frankfurt am Main. „Mit dem Projekt ‚Green Living‘ zeigen wir, dass nachhaltiger Wohnungsbau, Baugeschwindigkeit, Wohnkomfort und Haltbarkeit mit Holz als Baustoff sehr gut darstellbar sind", sagt Christian Paulus. „Hier entsteht Wohnraum, der ökologisch und ökonomisch funktioniert und der für Generationen gedacht ist."

Die Gebäude setzen sichtbar auf Holz: Die Fassaden sind mit vertikalen Holzelementen gestaltet.

„Das Holz erzeugt eine warme Struktur, die dreidimensional wirkt und sich modern in den Ort eingliedert. Wir haben uns für eine Formensprache entschieden, die bayerische Holzbaukultur modern fortschreibt.“
—Ines Stenzel, Geschäftsführung bei Blaesig Architekten GmbH.

Auf den Satteldächern ist eine Photovoltaikanlage mit 60 kWp geplant. Rechnerisch kann damit der jährliche Strombedarf der zwölf Haushalte weitgehend gedeckt werden. Laut Unternehmen sind im verbauten Holz rund 376 Tonnen CO₂ gespeichert. Im Vergleich zu einem konventionellen Neubau soll das Projekt jährlich 13,8 Tonnen CO₂ einsparen und deutlich weniger Primärenergie benötigen.

Ein Teil der Wohnungen ist als Mitarbeiterwohnraum für die Gemeinde vorgesehen. Vier Einheiten werden barrierefrei gebaut. Zur Ausstattung gehören kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, ein Erdregister zur Temperierung der Außenluft sowie vorbereitete Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Die Tiefgarage bietet 12 Stellplätze, die Dächer werden teilweise begrünt.