ImmoScout24-Datenanalyse: Meistgesuchte Wohnungen 2026 liegen bei 860 Euro Miete

Meistgeklickte Wohnungsinserate: Durchschnittlich 2,3 Zimmer und 57 Quadratmeter / Wohnfläche schrumpft weiter.
Dagmar Gordon
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Wohnbau
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© AdobeStock/Robert Herhold

Wer derzeit eine Mietwohnung sucht, hat oft wenig Spielraum – gefragt ist, was der Markt hergibt. Doch welche Wohnungen treffen tatsächlich den Geschmack der Suchenden? Eine neue Datenanalyse von ImmoScout24 liefert die Antwort. Dafür wurden jene 10 Prozent der Mietwohnungsinserate ausgewertet, die 2026 mit Abstand die meisten Anfragen erhielten und damit deutlich erfolgreicher waren als die übrigen 90 Prozent der Angebote. Österreichweit kostet eine Wohnung, die zu diesen besonders gefragten Inseraten zählt, durchschnittlich 859 Euro pro Monat – um 41 Euro mehr als im Vorjahr (Bruttomiete). Gleichzeitig schrumpft die durchschnittliche Wohnfläche von 60 auf 57 Quadratmeter. Trotz der kleineren Wohnungen bleibt die durchschnittliche Zimmeranzahl mit 2,3 Räumen unverändert.

„Die Daten zeigen, dass Wohnungssuchende ihre Erwartungen an die Realität des Marktes anpassen. Die begehrtesten Mietwohnungen werden kleiner, gleichzeitig steigt das akzeptierte Mietniveau. Wer heute eine leistbare Wohnung sucht, ist bereit, bei der Wohnfläche Kompromisse einzugehen – entscheidend bleibt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Preis und Größe“, so Joseph Obiegbu, Geschäftsführer von ImmoScout24 in Österreich.

In Westen zählt jeder Quadratmeter

Besonders tief müssen Interessierte in den westlichen Bundesländern in die Tasche greifen. In Vorarlberg kostet eine der meistgesuchten Mietwohnungen durchschnittlich 1.096 Euro pro Monat und liegt damit an der Spitze des Bundesländervergleichs. Dahinter folgen Tirol mit 1.082 Euro und Salzburg mit 1.046 Euro. In diesen drei Bundesländern überschreiten die beliebtesten Mietwohnungen bereits die 1.000-Euro-Marke. Die kompaktesten der meistgesuchten Mietwohnungen finden sich dementsprechend in Salzburg mit durchschnittlich 52 Quadratmetern und Tirol mit 53 Quadratmetern, in Vorarlberg liegt die Wohnungsgröße trotz Spitzenmiete bei durchschnittlich 60 Quadratmetern.

Wien und Niederösterreich holen auf

Auch in Wien und Niederösterreich ziehen die Preise spürbar an. Während die durchschnittliche Miete der meistgesuchten Wohnungen in der Bundeshauptstadt von 877 auf 944 Euro steigt, klettert sie in Niederösterreich von 805 auf 867 Euro. In Wien liegen die begehrtesten Wohnungen mit 56 Quadratmetern leicht unter dem Österreich-Schnitt von 57 Quadratmetern. In Niederösterreich sind die meistgesuchten Wohnungen mit 63 Quadratmetern vergleichsweise groß.

Vergleichsweise günstig bleiben die begehrtesten Mietwohnungen hingegen in der Steiermark (722 Euro, 55 Quadratmeter), Kärnten (768 Euro, 54 Quadratmeter), Oberösterreich (770 Euro, 56 Quadratmeter) und dem Burgenland (788 Euro, 67 Quadratmeter).

Zwischen Steiermark und Vorarlberg liegen 374 Euro

Die regionalen Preisunterschiede am österreichischen Mietmarkt bleiben erheblich. Zwischen der Steiermark als günstigstem und Vorarlberg als teuerstem Bundesland liegen bei den meistgesuchten Mietwohnungen durchschnittlich 374 Euro pro Monat.