Zu groß, zu klein oder genau richtig? Für die meisten Österreicher:innen passt die Wohnfläche. Laut einer aktuellen Trendstudie von ImmoScout24.at unter 1.000 Befragten entsprechen die eigenen vier Wände bei drei Viertel den aktuellen Bedürfnissen des Haushalts. 15 Prozent empfinden ihre Wohnimmobilie als zu klein, 11 Prozent als zu groß. Am zufriedensten sind die 50- bis 69-Jährigen. Jüngere und Personen mittleren Alters wünschen sich oft mehr Platz.
Häuser passen häufiger als Wohnungen
81 Prozent der Hausbewohner empfinden ihre Wohnfläche als passend. Bei Wohnungsbewohnern sind es 70 Prozent. Wohnungen sind dabei deutlich häufiger zu klein als zu groß. 22 Prozent fehlt Platz, nur 7 Prozent haben zu viel davon. Bei Häusern ist es umgekehrt. 14 Prozent empfinden sie als zu groß, lediglich 5 Prozent als zu klein.
In den Städten fehlt Wohnfläche
Neben der Art der Immobilie spielt auch die Lage eine Rolle. In Städten empfinden 23 Prozent ihre Wohnfläche als zu klein. Am Stadtrand sind es 15 Prozent, im Umland und in Dörfern jeweils 10 Prozent. Besonders ausgeprägt ist der Platzmangel in Wien. 27 Prozent der Wiener geben an, eine größere Immobilie zu benötigen.
Stauraum, Hobbys und Nachwuchs als Hauptgründe
Wer sich mehr Wohnfläche wünscht, nennt vor allem praktische Gründe. 42 Prozent fehlt Stauraum, etwa ein Keller oder Abstellraum. 40 Prozent benötigen mehr Platz für Hobbys wie Basteln, Musik oder Sport. Bei 38 Prozent wächst der Flächenbedarf durch Nachwuchs. Auch zu viele Möbel, Kleidung und persönliche Gegenstände, das Zusammenlegen von Haushalten oder der Wunsch nach einem Arbeitszimmer lassen die eigenen vier Wände zu klein werden.
Zu viel Platz wird auch zur Belastung
11 Prozent der Österreicher empfinden ihre Wohnimmobilie als zu groß. Das betrifft vor allem Hausbewohner sowie Menschen, die auf über 130 Quadratmetern oder in fünf und mehr Zimmern leben. Jeweils 45 Prozent stören sich an ungenutzten Räumen sowie am hohen Aufwand für Reinigung und Instandhaltung. Für 35 Prozent sind die Kosten, insbesondere für Heizung und Strom, ausschlaggebend.
Dabei verändert sich der Platzbedarf mit den Lebensphasen. Während Kinder zunächst für Platzmangel sorgen können, hinterlassen sie nach ihrem Auszug häufig leere Zimmer. Für 31 Prozent ist der Auszug der Kinder der Grund, warum das eigene Zuhause inzwischen zu groß ist.