Unter dem Motto „Kräfte bündeln. Fortschritt gestalten.“ versammelten FMA und IFMA Austria beim 11. FM-Day im Park Hyatt Vienna Fachleute aus Facility Management, Bau- und Immobilienwirtschaft. Im Zentrum standen der Einsatz künstlicher Intelligenz im Gebäudebetrieb, konkrete Energieeinsparungen im Bestand und die Auszeichnung von Klimaschutzprojekten.
Sabine Köszegi von der TU Wien legte anhand einer Studie mit Unternehmensberatern dar, dass KI je nach Aufgabenstellung unterschiedlich wirkt: Bei bestimmten Tätigkeiten erzielte KI-Unterstützung bessere Ergebnisse, bei anderen schnitten die Beteiligten ohne KI erfolgreicher ab. Die Konsequenz, die Köszegi daraus zog: Auch überzeugend wirkende KI-Ergebnisse erfordern fachliche Prüfung.
Elaheh Momeni von eMentalist skizzierte, wie Sensorik, KI und digitale Zwillinge künftig zusammenwirken könnten, um Probleme im Gebäude frühzeitig zu erkennen und ihre Behebung zu organisieren.
Energieoptimierung
David Wolfesberger von e7 belegte am Biologiezentrum der Universität Wien, was mit vorhandener Technik erreichbar ist: Durch die Optimierung des Betriebs wurden in einem Testbeispiel von Mai bis August 2026 rund 250.000 Euro Energiekosten eingespart – ohne den Einsatz neuer Infrastruktur.
Innovationspitch und CO₂-Countdown-Awards
Bei den Innovationspitches votierte das Publikum für Ulrike Rabmer-Koller von der Rabmer Gruppe. Ihr vorgestelltes System gewinnt Wärme aus Abwasser zurück.
Die CO₂-Countdown-Awards, eine Auszeichnung für Klimaschutzprojekte im Gebäudebestand, gingen an vier Einreicher: Tirol Kliniken für die „Klimaneutrale Bildungseinrichtung – AZW“, Caverion Österreich für das digitale Performance- und Lebenszyklusmanagement von Photovoltaikanlagen, die Raiffeisen-Landesbank Steiermark für die „Energieinitiative Steiermark“ sowie ÖBB-Infrastruktur für Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsmaßnahmen am Dienstgebäude Bruck an der Mur. Das ÖBB-Projekt sicherte sich zusätzlich das Publikumsvoting.
Arbeitswelten, FM-Integration und Abschluss-Keynote
Weitere Beiträge widmeten sich Arbeitswelten, der Energie- und Ressourcenwende im Gebäudebestand sowie der frühzeitigen Einbindung des Facility Managements in Planung und Vergabe. Den Abschluss gestaltete Doppelweltmeisterin Lizz Görgl im Gespräch mit Moderator Gerald Groß: Sie sprach über das Lernen aus Rückschlägen, Konzentration unter Druck und die Bedeutung von Respekt sowie unterschiedlichen Stärken im Team.
Der FM-Day wurde als Green Meeting durchgeführt. Die nächste Ausgabe findet am 29. September 2027 statt.