Land Rise: Ausgezeichneter Freiraum für Raiffeisen Haus in Bregenz

Vorarlberger Büro gewinnt BIG SEE Architecture Award für Vorplatz- und Gartengestaltung in Bregenz
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Land Rise: Ausgezeichneter Freiraum für Raiffeisen Haus in Bregenz
© Petra Rainer
Land Rise: Ausgezeichneter Freiraum für Raiffeisen Haus in Bregenz
© Petra Rainer
Land Rise: Ausgezeichneter Freiraum für Raiffeisen Haus in Bregenz
Landschaftsarchitektin Maria Anna Schneider Moosbrugger
© komzy
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Land-Rise Raiffeisen Vorplatz
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Land Rise: Ausgezeichneter Freiraum für Raiffeisen Haus in Bregenz
Land Rise: Ausgezeichneter Freiraum für Raiffeisen Haus in Bregenz
Land Rise: Ausgezeichneter Freiraum für Raiffeisen Haus in Bregenz
Land Rise: Ausgezeichneter Freiraum für Raiffeisen Haus in Bregenz

Fauna und Flora sowie Menschen profitieren vom neu gestalteten Freiraum rund um die Raiffeisen Landesbank Vorarlberg in Bregenz: Auf einer Gesamtfläche von mehr als 7.000 Quadratmetern wirken klimafitte Pflanzen kühlend, laden Beete zum Naschen und eine Oase zur Erholung ein. Die Grünräume verbinden Stadt, Vorort und Bank mit dem umliegenden Wäldchen. Für die zukunftsweisende Gestaltung erhielt das Landschaftsarchitekturbüro Land Rise den internationalen BIG SEE Architecture Award.

Das einst recht nüchterne Umfeld des Raiffeisen Hauses in Bregenz hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem lebendigen, blühenden Refugium verwandelt. Es umfasst den gesamten Vorplatz und – nach einem zweiten mutigen Planungsschritt – auch einen großzügigen Mitarbeitergarten. Die neuen, vielgestaltigen Grünräume rund um die Raiffeisen Landesbank Vorarlberg überzeugen nicht nur ästhetisch, sondern auch durch ihre ökologische Funktion und hohe Aufenthaltsqualität für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Dass Land Rise für dieses Projekt nun den dritten BIG SEE Architecture Award in Folge erhält, ist für Landschaftsarchitektin Maria-Anna Schneider-Moosbrugger ein starkes Signal für die wachsende Bedeutung ihrer Branche: „Nur wenn das Zusammenspiel von Außen- und Innenräumen, die Bedürfnisse der Nutzer und die Anforderungen des Standorts samt Umfeld gemeinsam gedacht und berücksichtigt werden, sind zukunftstaugliche Gesamtkonzepte möglich. Das Bewusstsein dafür wächst und trägt zum Gelingen von Projekten bei.“

Antworten auf den Klimawandel

Klimafitte Bäume, Stauden und Gräser bilden die Grundlage beim Bregenzer Siegerprojekt. So wurde aus der zweidimensionalen grauen Fläche ein dreidimensionaler Grünraum und damit ein zukunftsfähiges Ökosystem. Pflanzen beeinflussen das Klima direkt: Sie kühlen bei Hitze und nehmen auch bei Starkregenereignissen das Wasser auf. Die vielgestaltigen Pflanzengesellschaften mit zeitversetzten bzw. langen Blütezeiten sorgen ganzjährig für attraktive Rückzugsorte. Das spiegelt sich im Artenreichtum der Tiere mit verschiedenen Vögeln, Kleinsäugern und Insekten wider. „Die Natur liefert viele gute Antworten auf Klimaveränderungen und Möglichkeiten, die Biodiversität in Sekundärlebensräumen zu erhöhen“, sagt Maria Anna Schneider-Moosbrugger.

Entsiegelt und begrünt

Der Vorplatz des Bankgebäudes besticht durch farbenprächtige Blütenstauden und Gräser, 24 Bäume sowie 62 Quadratmeter entsiegelte Parkplatzfläche, einen Brunnen sowie Schattenplätze. Zwischen dem Parkplatz und Radweg gedeiht eine vielfältige Graspflanzung, die den Kühleffekt und die Verdunstungs- sowie Versickerungsfähigkeit der Flächen erhöht und das Bodenleben verbessert.

Erweiterter Büroraum

Mit 38 Bäumen, 42 Sträuchern und 37 Quadratmetern entsiegeltem Boden wurde der Mitarbeitergarten umgesetzt. Dort sorgt eine Sonnenterrasse mit runden Tischen und Sonnenschirmen im Sommer für eine angenehme Atmosphäre. Der Artenreichtum im Garten wächst durch eine Baumschule mit Feldahorn, Zitterpappel, Eberesche und weiteren Arten, einem Kernobst-Quartier mit Gravensteiner, Jakob Fischer und Boskoop sowie verschiedenen Beerenstauden und Kräutern. Vom Frühjahr bis in den Spätherbst hinein dient er Menschen und Tieren als Rückzugort bzw. als wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Kleinsäuger.

„Wir wollten einen lebendigen Ort schaffen, der Menschen zusammenbringt und einen ökologischen Mehrwert hat – genau das ist aufgegangen. Unsere Kundinnen und Kunden schätzen das neugestaltete Umfeld sehr, und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen den Garten gerne für den internen Austausch oder eine kurze Pause“, sagt Michael Alge, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg.

Verbindung zu Stadt und Grünraum

Weiteres großes Plus von Vorplatz und Garten ist, dass sie nicht für sich alleinstehen: Gemeinsam mit dem benachbarten Wäldchen, dem „Erawäldele“, bilden sie einen größeren zusammenhängenden Grünraum. Dieser hat das vorstädtische Quartier zum ökologisch wertvollen Verbindungsstück zwischen Bank, Stadt und Natur verwandelt