Le Bois Lilas – Bürokomfort mit begrünter Architektur, Tageslicht und intelligentem Sonnenschutz

Der neue Hauptsitz des französischen Familienunternehmens Groupe Lamotte gilt aktuell als größtes Holz-Bürohaus in der Bretagne.
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Warema Rraffstoren Steuerungssysteme
Warema Rraffstoren Steuerungssysteme
© WAREMA

 Das langgestreckte Bauprojekt verbindet Holzbau und begrünte Außenflächen mit architektonischer Qualität und Komfort am Arbeitsplatz. Das Bürogebäude Le Bois Lilas ist mit dem WELL Building Standard in Silber ausgezeichnet. Die intelligent gesteuerten Raffstoren von Warema tragen zum Bürokomfort bei, indem sie den Tageslichteinfall je nach Sonnenstand regulieren, Blendung verringern und den solaren Wärmeeintrag an den großen Fensterfronten reduzieren können.

Die französische Groupe Lamotte verfolgt die Strategie der „immobilier durable“ – einer dauerhaften, möglichst ressourcenschonenden Immobilienentwicklung. Der neue Firmensitz in Holzbauweise ist Ausdruck dieses Selbstverständnisses und zugleich ein viel beachtetes Projekt für die Gestaltung moderner Arbeitswelten. Das Gebäude liegt in unmittelbarer Nähe mehrerer Waldflächen, die namensgebend für das Projekt sind. Begrünte Dachgärten und mit Bäumen bepflanzte Terrassen prägen sein Erscheinungsbild und verbessern zusätzlich das Mikroklima. Zusammen mit dem außenliegenden Sonnenschutz tragen sie zur Reduzierung sommerlicher Wärmebelastung bei.

Begrünte Architektur

Den 2019 ausgelobten Gestaltungswettbewerb entschied das Architekturbüro Hérault Arnod für sich. Architektin Isabel Hérault strukturierte den schmalen, 106 Meter langen Baukörper in eine Abfolge unterschiedlich hoher Gebäudeteile. So entsteht ein dreifach gegliedertes Ensemble mit bis zu sieben Geschossebenen. Das bricht den Maßstab und schafft Zwischenräume für Außenterrassen und Dachgärten. Insgesamt sind 1.000 Quadratmeter auf verschiedenen Etagen begrünt. So entsteht eine Verbindung von Innen- und Außenbereichen, die auch die Kommunikation im Arbeitsalltag fördert.

Mit seiner Ost-West-Ausrichtung und den großen Fensterfronten gelangt viel Tageslicht in die Innenräume und schafft eine helle, angenehme Atmosphäre. Horizontale Fensterbänder sorgen für eine hohe Tageslichtausbeute, während Rücksprünge, Loggien und Begrünung das Gebäude zugleich weniger massiv erscheinen lassen.

Sonnenschutz als Teil des Architekturkonzepts

Um die Vorteile der großzügigen Verglasung gezielt zu nutzen, wurde der außenliegende Sonnenschutz frühzeitig in die Fassadenplanung einbezogen. Zum Einsatz kamen 101 automatisch gesteuerte Raffstoren vom Typ Warema E80A6Z mit der 80 Millimeter breiten Zetra-Lamelle. Die mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnete Design-Lamelle eignet sich aufgrund ihrer platzsparenden Geometrie besonders für die Fassadenintegration. Im Le Bois Lilas sind die Raffstoren und ihre seitlichen Führungsschienen nahezu unsichtbar verbaut und verschmelzen optisch mit der vorgehängten Wellblechfassade. Sie wurden im gleichen rostroten Sonderfarbton „Perlkupfer“ beschichtet, der das Fassadenbild prägt.

Die leicht geöffneten Lamellen verbinden Blendschutz mit guter Durchsicht nach außen. Gleichzeitig reduziert der außenliegende Sonnenschutz den solaren Wärmeeintrag durch die Verglasung und unterstützt so den sommerlichen Wärmeschutz. Ihre konkav gewölbten Reflexionsflächen ermöglichen darüber hinaus eine gezielte Tageslichtlenkung, sodass auch bei heruntergefahrenem Sonnenschutz natürliches Licht in die Arbeitsbereiche gelangt.

Hoher Komfortanspruch

Neben dem erklärten Anspruch auf eine naturnahe Gestaltung des Holzbaus waren gesunde Innenräume und der Komfort am Arbeitsplatz ein wichtiges Anliegen der Bauherrin. So gibt es ein eigenes Geschoss für Meeting- und Konferenzräume, um agile Arbeitsmodelle zu unterstützen. Die vielen Grünzonen am Gebäude fördern informelle Begegnungen und bieten eine hohe Aufenthaltsqualität im Freien. Die Orientierung auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität der Nutzer wurde nach dem WELL Building Standard in Silber zertifiziert. Ein Schwerpunkt des Labels liegt auf nutzergerechten Lichtverhältnissen und hoher Luftqualität, um die physische Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Der außenliegende Sonnenschutz unterstützt dieses Konzept, indem er Tageslichtnutzung, Blendschutz und thermischen Komfort miteinander verbindet.

Intelligente Steuerung für Effizienz

Die Raffstoren werden fensterweise automatisch gesteuert. Bei Bedarf können sie zusätzlich über funkgesteuerte WMS Wandsender manuell bedient werden. Das bidirektionale WMS Mesh-Netzwerk von Warema sorgt dabei für hohe Funktionssicherheit und einen komfortablen Betrieb – im gesamten Gebäude. Auch wenn die robusten Zetra-Lamellen Windgeschwindigkeiten bis 80 km/h standhalten, sorgt eine WMS Wetterstation an der Fassade dafür, dass die Raffstoren bei hoher Windlast automatisch in eine sichere Position fahren. Das dient dem Schutz der Anlagen bei hohen Windgeschwindigkeiten. Abhängig von Sonnenstand und Lichtverhältnissen werden die Raffstoren automatisch gesteuert. So wird der Sonnenschutz dann aktiviert, wenn er benötigt wird, während vorhandenes Tageslicht möglichst gut genutzt werden kann.

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