NEOS-Klubobfrau und Stadtplanungssprecherin Selma Arapović mahnt zum verantwortungsvollen Umgang mit unserem Boden.
Österreichweit werden täglich neun Fußballfelder verbaut und asphaltiert. Jeder versiegelte Quadratmeter Boden verliert seine Funktion als Wasserspeicher, Hitzepuffer und Lebensraum. Klubobfrau Selma Arapović: „Bodenschutz ist vor allem eine Aufgabe der Raumplanung. Entsiegelung, Bauen im Bestand und die vorrangige Entwicklung von brachliegenden Flächen sowie der Schutz wertvoller Naturräume machen Städte widerstandsfähiger gegen Hitze, Starkregen und die Folgen der Klimakrise.“
In Österreich liegt ein wesentliches Problem in der zersplitterten Kompetenzverteilung. „Gemeinden stehen im Wettbewerb um Kommunalsteuern und Einwohnerinnen und Einwohner. Das führt dazu, dass grüne Wiesen für neue Wohn- und Gewerbegebiete geopfert werden, wenn klare Siedlungsgrenzen fehlen. Durch die Sonderrolle Wiens als Land und Gemeinde gleichzeitig, zeigen wir vor, wie eine gut abgestimmte Bündelung der Planungs- und Widmungskompetenzen funktionieren kann“, so Arapović.
So funktioniert der Bodenschutz in Wien
1. Entsiegelung: Asphalt aufbrechen
Flächen, die über Jahrzehnte verschlossen waren, werden gezielt geöffnet. Das stellt natürliche Bodenfunktionen wie Versickerung, CO2-Bindung und Wasserspeicherung wieder her.
2. Innen- vor Außenentwicklung: Bauen im Bestand und auf Brachflächen
3. Natur erhalten: Lebensräume dauerhaft schützen
Aktiver Bodenschutz bedeutet ebenfalls die bestehenden Grünflächen in der Stadt zu erhalten und beschädigte Lebensräume wieder naturnahe herzustellen. Das sorgt für Abkühlung bei Hitze, schützt vor Naturkatastrophen wie Hochwasser und stärkt die Biodiversität für mehr blühendes Leben in Wien.
„Die immer heißer werdenden Sommer führen uns deutlich vor Augen, wo wir ansetzen müssen. Wien wird die Klimakrise nicht allein lösen, aber gerade Städte können zeigen, wie vorausschauende Stadtplanung, gezielter Bodenschutz und ein kluger Umgang mit dem Bestand Städte widerstandsfähiger und lebenswert machen. Genau diesen Weg gehen wir in Wien“, so Arapović abschließend.