Neuer Mieter zieht ins HEADS Office

Das Medizintechnikunternehmen Getinge beansprucht 1.350 Quadratmeter
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Neuer Mieter zieht ins HEADS Office
© Rock Capital Group

Das schwedische Medizintechnikunternehmen Getinge bezieht rund 1.350 Quadratmeter Bürofläche im HEADS Office in Aschheim-Dornach bei München. Rund 80 Mitarbeitende arbeiten künftig an dem Standort, den die Rock Capital Group realisiert hat. Mit dem Einzug beauftragte Getinge das Münchner Architekturbüro CSMM, die Flächen nach einem nutzerzentrierten Raumkonzept auszubauen. Das HEADS Office wurde bislang mit fünf Architekturpreisen ausgezeichnet.

Corporate Identity als Raumkonzept

CSMM übersetzte die Unternehmensidentität von Getinge direkt in die Flächengestaltung. Die charakteristische CI-Farbe prägt Wände und Decken des Eingangsbereichs, das Unternehmenslogo wirkt raumbildend. Lichtinstallationen, die an Medizinschläuche erinnern, sowie Möbel zur Produktpräsentation schaffen eine durchgehende visuelle Verbindung zum Kerngeschäft des Unternehmens.

Nicola Bötsch, Projektleiterin bei CSMM, beschreibt den Ansatz:

„Räume schaffen Identität und Zugehörigkeit. Sie werden zum kulturellen Anker – gerade in Zeiten, in denen Mitarbeitende zwischen Homeoffice und Büro wählen können.“ 
—Nicola Bötsch, Projektleiterin bei CSMM

Getinge wurde 1904 in Schweden gegründet und beliefert heute Kunden in über 135 Ländern mit Produkten aus den Bereichen Intensivpflege, OP-Ausstattung und Sterilgut-Aufbereitung. Der neue Standort im HEADS dient als Entwicklungsstandort, an dem Teams an Neuentwicklungen für das Gesundheitswesen arbeiten.

Cook and Connect: Gemeinschaft als Standortfaktor

Ein zentrales Element des Raumkonzepts ist ein dedizierter „Cook and Connect“-Bereich. Getinge führt damit eine Tradition aus dem bisherigen Standort fort: Mitarbeitende kochen gemeinsam zu Mittag. CSMM hat diesen Bereich architektonisch als Kommunikationszone konzipiert.

„Die Küche ist ein Ort für Austausch, Kultur und ein Miteinander im Unternehmen. Genau solche Orte fehlen im Homeoffice – und genau deshalb sind sie heute so entscheidend.“
—Nicola Bötsch

Für die übrigen Mieter im HEADS übernimmt das hauseigene Restaurant Hungry HEADS eine vergleichbare Funktion.

Flexibilität als Planungsprämisse

Sämtliche Bereiche der Getinge-Flächen hat CSMM multifunktional konzipiert. Möbel lassen sich gruppieren oder mobil einsetzen; Räume können flexibel für Meetings, Mitarbeitergespräche oder Teamarbeit genutzt werden.

„Die antizipative Gestaltung ist ein Schlüsselfaktor moderner Arbeitswelten. Nicht jeder Tag ist gleich. Die Räume müssen sich den Menschen anpassen – nicht umgekehrt.“
—Nicola Bötsch
„Zukunftsfähige Arbeitsumgebungen reagieren heute auf neue Organisationsformen, wechselnde Teamgrößen und dynamische Projektstrukturen.“
—Andreas Wißmeier, Geschäftsführer der Rock Capital Group

Das HEADS Office selbst setzt auf individuell anpassbare Grundrisse, die dieses Prinzip auf Gebäudeebene fortschreiben.

Design als wirtschaftlicher Faktor

„Ein modernes Arbeitsumfeld muss Unternehmen und den Mitarbeitenden einen echten Mehrwert bieten. Design leistet einen enormen Beitrag, um die Produktivität und Innovationskraft zu steigern.“
—Andreas Wißmeier 

Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) stützt diese Einschätzung: Qualitätsvoll gestaltete, flexible Arbeitsumgebungen beeinflussen Motivation, Leistungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft signifikant positiv. Hochwertige Materialien sichern dabei Langlebigkeit und Werthaltigkeit — ökonomisch wie ökologisch. Gestaltung fungiert damit nicht als ästhetisches Add-on, sondern als messbarer Standortfaktor, der auch die Arbeitgeberattraktivität erhöht.