Niedersachsen: Erstes Co-Location Großspeicherprojekt von Alterric und Voltfang

Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Niedersachsen: Erstes Co-Location Großspeicherprojekt von Alterric und Voltfang
© Alteric
Niedersachsen: Erstes Co-Location Großspeicherprojekt von Alterric und Voltfang
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Niedersachsen: Erstes Co-Location Großspeicherprojekt von Alterric und Voltfang
Windpark Berne in Niedersachsen einen Batteriegroßspeicher in Co-Location, eines der ersten Projekte dieser Konfiguration am Netz.
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Niedersachsen: Erstes Co-Location Großspeicherprojekt von Alterric und Voltfang
Niedersachsen: Erstes Co-Location Großspeicherprojekt von Alterric und Voltfang
Niedersachsen: Erstes Co-Location Großspeicherprojekt von Alterric und Voltfang

Voltfang, führender Anbieter industrieller Batteriespeicherlösungen, und der Energieparkentwickler Alterric errichten am Windpark Berne in Niedersachsen einen Batteriegroßspeicher in Co-Location, eines der ersten Projekte dieser Konfiguration am Netz. Der Speicher wird am gemeinsamen Netzverknüpfungspunkt (NVP) des Windparks betrieben. 

Mit dem Projekt adressieren beide Unternehmen den derzeitigen Engpass im Speicherausbau. Statt einen neuen Netzanschluss zu beantragen, nutzt das Projekt die freie Kapazität des bestehenden NVP. Windparks lasten ihren Anschluss im Jahresmittel nur zu 20 Prozent aus.  Der Speicher erschließt die brachliegende Anschlusskapazität und steigert damit die Auslastung des bestehenden NVP deutlich. Der Batteriespeicher mit 3,8 MW Leistung und 10 MWh Kapazität soll ab Januar 2027 in Betrieb gehen. Der Zeitvorteil dieses Ansatzes ist erheblich, da Wartezeiten eigenständiger Batteriegroßspeicher ab 1 MW von im Regelfall mindestens fünf Jahren   auf einen neuen Netzanschluss damit wegfallen.  

„Mit Co-Location Anlagen haben wir eine direkte Antwort auf die Engpässe im Stromnetz, wir erhöhen das Potential der Netzanschlüsse und stabilisieren diese damit gleichzeitig. Windparks gemeinsam mit Batteriespeichersystemen sind einer der spannendsten Investitionsmöglichkeiten derzeit und wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam mit Alterric zu gehen.”
—Roman Alberti - Mitgründer und CEO von Voltfang

Funktional reduziert der Speicher in Zeiten mit viel Strom im Netz die Einspeisung um eine gewisse Menge und verschiebt diese in Zeiten mit wenig Strom im Netz.   Für den Betreiber bedeutet das geringere Curtailment-Verluste, zusätzliche Vermarktungserlöse und einen höheren Systemwert am netzengpassbehafteten norddeutschen Standort.  

Da der Speicher ausschließlich der gekoppelten Windenergieanlage zugeordnet ist und keinen Strom aus dem öffentlichen Netz bezieht, profitiert das Projekt von einer schnelleren Genehmigungsfähigkeit aufgrund der Privilegierung und belastbaren Anspruchsgrundlage beim Netzbetreiber. 

Die EEG-Förderfähigkeit des eingespeicherten Stroms stärkt darüber überdies die Projektrendite. 

„Co-Location ist für uns ein Modell, das wir weiter skalieren möchten. Wir haben über 250 Windparks im Bestand. Jeder davon ist ein potenzieller Energieknoten, der mehr leisten kann als heute. Damit diese Skalierung gelingt, brauchen wir aber auch noch mehr Unterstützung durch die regulatorischen Rahmenbedingungen. Nutzt man die vorhandene Infrastruktur intelligent, profitiert das Energiesystem insgesamt durch geringere Kosten, entlastete Netze und wettbewerbsfähigen Strom," sagt Dr. Frank May, CEO von Alterric. 

Alterric stellt als Betreiber des Windparks Fläche und Netzanschluss bereit und führt die Kommunikation mit Netzbetreiber und Vermarkter. Voltfang übernimmt als Generalunternehmer (EPC) die BESS-spezifischen Arbeitspakete: Systemdesign und Engineering der Mittelspannungsschaltanlage, Mess- und Schutzkonzept, Anlagenzertifizierung, Bauausführung sowie die softwareseitige Integration in das Parkregelungssystem bis zur Inbetriebnahme. 

Das Projekt in Berne steht für eine Kategorie von Projekten, die in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt: integrierte Erzeugungs- und Speichersysteme, die Wind und Batterie vom ersten Tag an gemeinsam berücksichtigen und sich damit vom Pilotansatz zur etablierten Lösung entwickeln