Der Baulandmarkt im Einzugsgebiet des Bezirksgerichts Salzburg hat 2025 mehr Bewegung gezeigt als im Vorjahr — trotz weiterhin knappen Angebots. Das geht aus der Jahresanalyse des Salzburger Immobilienunternehmens Hölzl & Hubner Immobilien hervor. Während die Durchschnittspreise nahezu unverändert blieben, spreizen sich die Quartilswerte spürbar auseinander: Toplagen gewinnen weiter an Wert, das untere Preissegment weitet sich aus.
Transaktionsvolumen
Die Zahl der Kaufabschlüsse stieg 2025 auf 66 Transaktionen. Gleichzeitig erhöhte sich die gehandelte Gesamtfläche auf knapp 98.000 Quadratmeter. Hölzl & Hubner wertet dies als Indiz dafür, dass vermehrt größere Grundstücke auf den Markt kamen und die Nachfrage nach attraktiven Baugrundstücken weiterhin trägt — trotz strukturell begrenzter Verfügbarkeit von Bauland im Großraum Salzburg.
Preisentwicklung
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis bewegte sich 2025 mit 1.247 Euro praktisch auf Vorjahresniveau. Die Quartilswerte zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild: Die Preisgrenze im oberen Segment stieg um 3,4 Prozent auf 1.688 Euro pro Quadratmeter, jene im unteren Segment sank um 16,5 Prozent auf 689 Euro pro Quadratmeter. Der Markt bietet damit trotz knappen Angebots ein breites Spektrum an Grundstücken mit unterschiedlichen Lage- und Qualitätsmerkmalen.
Toplagen behaupten sich, unteres Segment gewinnt an Breite
Besonders gefragt bleiben etablierte Lagen wie Aigen, Morzg, Nonntal und Maxglan sowie die Gemeinde Anif. In diesen Segmenten setzt sich der Preisauftrieb fort. Im unteren Marktsegment hingegen eröffnen sich Käufer:innen wieder mehr Auswahlmöglichkeiten.
„Der Salzburger Baulandmarkt zeigt sich bemerkenswert robust. Trotz des weiterhin begrenzten Angebots konnten wir 2025 mehr Verkaufsabschlüsse und eine größere gehandelte Fläche beobachten. Gleichzeitig bleiben die Durchschnittspreise stabil. Die Entwicklung verdeutlicht, dass Käuferinnen und Käufer weiterhin bereit sind, für hochwertige Lagen entsprechende Preise zu bezahlen, während sich im unteren Marktsegment wieder mehr Auswahlmöglichkeiten eröffnen.“—Katharina Hubner, Geschäftsführerin von Hölzl & Hubner Immobilien
Fazit
Die Analyse von Hölzl & Hubner bestätigt die strukturelle Stabilität des Salzburger Baulandmarktes. Die gestiegene Transaktionszahl und die ausgeweitete Handelsfläche signalisieren eine belebte Nachfrage, während die Preisentwicklung die Lagedifferenzierung schärfer abbildet als in den Vorjahren. Für Marktteilnehmer:innen ergibt sich daraus ein zweigeteiltes Bild: Wer in Toplagen investiert, zahlt mehr — wer Flexibilität mitbringt, findet im unteren Segment wieder mehr Optionen.