Sanieren gegen die Hitze: RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert

Die RENOWATE GmbH überzeugt mit ihrem soeben fertiggestellten Sanierungsprojekt in der Wiener Arenberggasse auch die Fachwelt.
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
Seriell saniertes Gebäude in der Arenberggasse
© RENOWATE/Jakob Felsner
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
© RENOWATE/Jakob Felsner
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
© RENOWATE/Jakob Felsner
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© RENOWATE/Jakob Felsner
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© RENOWATE/Jakob Felsner
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
Montage der vorgefertigten Fassadenelemente
© RENOWATE/Jakob Felsner
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
Unsanierter Zustand des Wohngebäudes in der Arenbergggasse
© RENOWATE/Jakob Felsner
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
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Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert
Sanieren gegen die Hitze:  RENOWATE-Projekt Arenberggasse für den TRIGOS 2026 nominiert

Vierzehn Tage extreme Hitze, Temperaturen bis zu 40 Grad, Nächte über 20 Grad und eine der außergewöhnlichsten Hitzewelle seit Messbeginn: Der Juni 2026 hat eindrücklich vor Augen geführt, worauf sich Österreich einstellen muss. Wie sich bestehende Wohnhäuser an diese Entwicklung anpassen lassen, zeigt das RENOWATE-Projekt in der Wiener Arenberggasse. Die erste serielle Sanierung eines innerstädtischen Wohnhauses in Österreich wurde dafür als Vorzeigeprojekt für den TRIGOS 2026 nominiert.

Die RENOWATE GmbH überzeugt mit ihrem soeben fertiggestellten Sanierungsprojekt in der Wiener Arenberggasse auch die Fachwelt. Das nachhaltige Konzept der seriellen Sanierung wurde jetzt für den TRIGOS 2026 in der Kategorie Klimaschutz nominiert. Der TRIGOS ist Österreichs renommierteste Auszeichnung für verantwortungsvolles Wirtschaften und wird 2026 schon zum 23. Mal vergeben. Die Gewinner werden am 1. Oktober 2026 bei der TRIGOS Gala im Kuppelsaal der TU Wien gekürt.

Erste Bestandssanierung eines mehrgeschossigen Wohnhauses

„Die Nominierung für den TRIGOS ist für uns eine besondere Anerkennung und eine Bestätigung unseres Weges: Serielle Sanierung funktioniert auch mitten in der Stadt. Wir machen mit unserem Konzept die Energiewende im Gebäudebestand einfach und schnell möglich. Die Wohnungen sind gegen Kälte im Winter und Überhitzung im Sommer deutlich resilienter.“
—Johannes Brunn - RENOWATE-Geschäftsführer

Das nominierte Projekt in der Arenberggasse 4 wurde im Auftrag des Eigentümers WOHNBAU, Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft saniert und wird betreut durch die SOZIALBAU AG. Es ist die erste serielle Sanierung eines mehrgeschossigen innerstädtischen Wohngebäudes in Österreich. Aus einem Wohnhaus aus den 1970er-Jahren wurde in nur wenigen Monaten ein energieeffizientes, klimafittes Zuhause. Die Bewohner der 24 Haushalte konnten während der Bauzeit in ihren Wohnungen bleiben. Störender Baulärm wurde weitgehend vermieden.

Kühle Wohnungen auch im Hochsommer

Die Zahl der Hitzetage in Österreich hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vervielfacht. Thermische Sanierung ist längst nicht mehr allein eine Frage des Heizens: Gut gedämmte und klug verschattete Gebäude halten die Hitze draußen. In der Arenberggasse sorgt eine Bauteilaktivierung für warme Räume im Winter und kühle im Sommer. Das Ergebnis sind konstante, angenehme Temperaturen das ganze Jahr über. Ergänzt wird das System durch eine integrierte Beschattung in der neuen Fassade.

Die Baustelle beginnt in der Werkhalle

RENOWATE bringt ein Prinzip auf die Baustelle, das bislang vor allem aus der Industrie bekannt ist: die serielle Vorfertigung. Am Anfang steht ein präziser Laserscan des Bestandsgebäudes, aus dem ein digitaler Zwilling entsteht, der alle Gewerke virtuell verknüpft. Auf dieser Datenbasis werden Fassaden-, Dach- und Haustechnikmodule regional vorproduziert, exakt auf das Gebäude abgestimmt und anschließend vor Ort montiert. So findet der Großteil der Arbeiten bereits in der Werkhalle statt. Das spart Zeit, schafft Planungssicherheit und macht die Methode auch für ganze Quartiere skalierbar.

Vom Energiefresser zum Vorzeigehaus

Die rund 900 Quadratmeter große Fassade des Hauses in der Arenberggasse erhielt eine neue, hinterlüftete Holzrahmenkonstruktion mit mineralischer Dämmung, integrierter Beschattung und strukturierter Putzoberfläche. Photovoltaikmodule, Erdwärmesonden und eine Wärmepumpe sorgen für eine dekarbonisierte Energieversorgung. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: rund 85 Prozent weniger Heizwärmebedarf und ein großer Sprung der Energieeffizienzklasse auf A+. Für die Bewohner bedeutet das niedrigere Betriebskosten, die Eigentümer freuen sich über einen höheren Immobilienwert.

In Deutschland hat RENOWATE schon zahlreiche Projekte realisiert, unter anderem in Mönchengladbach, Düsseldorf und Marburg. Mit der Arenberggasse ist nun auch in Österreich das erste Kapitel geschrieben, dem bald neue folgen sollen.