ESG

VELUX stellt neues Renovierungskonzept vor

“Re:Living”-Ansatz mit Schwerpunkt auf Gesundheit, Leistbarkeit und Nachhaltigkeit.
Dagmar Gordon
Dagmar Gordon
VELUX stellt neues Renovierungskonzept vor
Re_Living erweitert Living Places
© Velux
VELUX stellt neues Renovierungskonzept vor
Impact Framework
© Velux
VELUX stellt neues Renovierungskonzept vor
VELUX stellt neues Renovierungskonzept vor

Die Ergebnisse eines neuen, von der VELUX-Gruppe initiierten Green Papers zeigen unter dem Motto „Gebäude, die wir brauchen, für die Zukunft, die wir uns wünschen“ folgendes: Durch bessere Nutzung bestehender Gebäude kann in Europa zusätzlicher Wohnraum für 246 Millionen Menschen entstehen. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, stellt VELUX seinen „Re:Living“-Ansatz vor – ein ganzheitliches Renovierungskonzept, dessen Schwerpunkte auf Gesundheit, Leistbarkeit und Nachhaltigkeit liegen.

Prognosen zufolge wird die EU jährlich mehr als zwei Millionen zusätzliche Wohnungen benötigen. Gleichzeitig ist jeder dritte Europäer zu Hause von ungesunden Raumklimabedingungen betroffen. Hinzu kommt, dass Gebäude schon jetzt für 40 % des Endenergieverbrauchs und 36 % der energiebezogenen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. In ganz Europa steigt die Nachfrage nach Wohnraum, während der bestehende Gebäudebestand nach wie vor nicht voll ausgelastet, veraltet oder ineffizient ist. Zum Glück verfügen wir jedoch über ein enormes, offensichtliches Potenzial im Wohnungsbau: die Renovierung vorhandener Gebäude.

Bis zu 107 Millionen Wohnungen durch Sanierung, Anpassung und Umnutzung erschließen

Ein neues Green Paper von VELUX zeigt, dass die Herausforderungen rund um das Thema Wohnraum nicht allein durch Neubauten bewältigt werden können. Denn mehr als 85 % der Gebäude, die Europa heute nutzt, werden voraussichtlich auch 2050 noch in Verwendung sein. Damit kommt es entscheidend darauf an, den bestehenden Gebäudebestand zukunftsgerecht weiterzuentwickeln und bislang ungenutzten Raum besser auszuschöpfen. Europa kann somit zwischen 50 und 107 Millionen zusätzliche Wohnungen nutzbar machen – dies entspricht Wohnraum für schätzungsweise 115 bis 246 Millionen Menschen, während gleichzeitig der Druck auf Flächen, Materialien und Energiesysteme verringert wird. Dieser Zugang ist auch schonender gegenüber unserem Planeten als andere Konzepte. Durch eine bessere Nutzung des bestehenden Gebäudebestands in Europa könnten in den nächsten 50 Jahren auch zwischen 3,9 und 19 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent eingespart werden. Am oberen Ende dieser Spanne sind die jährlichen Einsparungen vergleichbar mit den Emissionen aller Autos, die auf Europas Straßen fahren.

„Europa verfügt tatsächlich über ausreichende Wohninfrastruktur. Die Frage ist nur, wie wir diese erschließen können. Mit Re:Living wollen wir zeigen, wie Renovierungen von isolierten Projekten zu einer skalierbaren Lösung für einige der wichtigsten Herausforderungen Europas werden können.“
— Lotte Clemmen Christensen -  Senior Vice President für Buildings of the Future & Group Sustainability bei der VELUX Gruppe

Land der Renovierer

In Österreich wird bereits lieber renoviert als umgezogen, wie der Future of Home Report 2026 von VELUX zeigt. 53 % der Österreicher:innen haben laut diesem Report in den letzten fünf Jahren eine Renovierung durchgeführt. Dennoch gibt es auch hier erhebliches Potenzial an Wohnraum, der erschlossen werden kann. Die Kosten und der zeitliche Aufwand sind die Hauptgründe, warum in Österreich Renovierungen nicht durchgeführt werden. Für die Umsetzung des neuen Re:Living-Konzepts müssen diese Barrieren adressiert werden.

Von den Insights zur Umsetzung: VELUX präsentiert Re:Living

Um zu zeigen, wie diese Agenda in die Praxis umgesetzt werden kann, präsentiert die VELUX-Gruppe „Re:Living“ – einen neuen Ansatz, der das preisgekrönte „Living Places“-Konzept auf den Bereich der Renovierung ausweitet. Mit Re:Living schlägt VELUX einen ganzheitlichen Renovierungsansatz vor, bei dem Gesundheit, Leistbarkeit und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Der Ansatz untersucht, wie Renovierungen strukturierter, skalierbarer und zugänglicher gestaltet werden können und umfasst vier Schritte: „Re:Think“, „Re:Scope“, „Re:Design“ und „Re:Cover“. Sie zielen darauf ab, Renovierungen für Hausbesitzer:innen, Gewerbetreibende und Fachpartner:innen zu einer attraktiveren und leichter umsetzbaren Option zu machen.

Das Green Paper: Die Gebäude, die wir brauchen, für die Zukunft, die wir uns wünschen

Das Green Paper „The Housing We Need For The Future We Want“ wurde zum Abschluss des UIA-Weltarchitektenkongresses 2026 in Barcelona veröffentlicht. VELUX initiierte das Paper und entwickelte es gemeinsam mit ARTELIA, BPIE, RISE und No Objectives. Es beschreibt Maßnahmen wie die Modernisierung bestehender Wohnungen, die Wiederbelegung von Leerstand, die Umnutzung von Nichtwohngebäuden sowie Dachgeschossausbau und Aufstockung. Wo Neubauten nötig sind, sollten sie möglichst kohlenstoffarm erfolgen.

Die zugrunde liegende Studie bewertet neun Maßnahmen anhand von 10.000 Gebäudearchetypen und eines Modells des 21 Milliarden m² großen europäischen Wohnbaubestands. Das Green Paper soll Politik, Bauwirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft zur Diskussion über Sanierung und die bessere Nutzung bestehender Gebäude anregen.

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