Vom Kasernenareal zum Wissensvorreiter

Der Campus Infanteriestraße formiert sich immer mehr zum Münchner Wissensquartier
Lorenz Selinger
Lorenz Selinger
Infanteriestraße 11 / 11A
Infanteriestraße 11 / 11A
© Allgemeine Südboden

Wo über Jahrzehnte Infanterie stationiert war, siedeln sich heute Hochschulen, Technologieunternehmen, Designstudios und KI-Pioniere an. Das über 120 Jahre alte Kasernenviertel in Schwabing-West hat sich rund um die Infanteriestraße 11a zu einem urbanen Wissensstandort entwickelt — getragen von einer langfristigen Entwicklungsstrategie der Allgemeinen SÜDBODEN, einem der führenden Gewerbeimmobilienentwickler in Süddeutschland.

Die Allgemeine SÜDBODEN stellte die Weichen für den Wissensstandort bereits vor mehr als 15 Jahren. Den Nukleus bildete die Hochschule Fresenius, die im Wintersemester 2008/2009 als einer der ersten Mieter einzog. Seither folgten weitere Bildungseinrichtungen, darunter die AMD Akademie Mode & Design sowie die Hochschule München, die sich mit dem Munich Center for Digital Science and AI (MUC.DAI) auf dem Campus etabliert hat.

„So wie es in Martinsried einen Biotech-Cluster gibt oder die TU München im ‚Kreativquartier' am Leonrodplatz den Digital Hub Mobility für digitale Mobilitätsinnovationen errichtet hat, haben wir auf dem Campus um die Infanteriestraße 11a ideale Voraussetzungen geschaffen, in denen sich Wissen sammelt und wo Wissen zwischen Unternehmen, Schulen und Forschungseinrichtungen gelebt wird.“
—Maximilian von der Leyen, Vorstand der Allgemeinen SÜDBODEN

Hochschulen als Anker, Unternehmen als Netzwerk

Die Ansiedlung von Bildungseinrichtungen entfaltet eine Sogwirkung auf privatwirtschaftliche Mieter. 

„Die Ansiedlung von Hochschulen und Universitäten wirkt wie ein Magnet und zieht Firmen an, die Dienstleistungen rund um Wissen und Kreativität anbieten.“
—Maximilian von der Leyen

Heute arbeiten Forscher und Wissenschaftler auf dem Campus Tür an Tür mit international tätigen Unternehmen: Designworks USA (BMW Group), die globale Entertainment- und Sportagentur Creative Artists Agency (CAA) sowie das Visual-Effects-Studio RISE FX zählen ebenso zum Mietermix wie das GeraNova Bruckmann Verlagshaus, Softwareunternehmen, Energie- und Gebäudeprofis sowie der Eventraum Utopia. Der Campus liegt an der Grenze von Maxvorstadt, Neuhausen-Nymphenburg und Schwabing-West; in unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das Kreativquartier an der Schwere-Reiter-Straße/Dachauer Straße sowie mehrere Fakultäten der Hochschule München — von Design und Informatik über Maschinenbau und Fahrzeugtechnik bis zum Wirtschaftsingenieurwesen.

Knowledge Spillovers als Standortprinzip

Die historische Raumplanung des Kasernenareals — Gebäude gruppieren sich um Innenhöfe — begünstigt den Austausch von implizitem Wissen. Räumliche Nähe senkt die Transaktionskosten für Kooperationen: Spezialkräfte sind leichter verfügbar, spezialisierte Dienstleister konzentrieren sich vor Ort, und Abstimmungen entstehen informell — auf dem Flur, im Freien zwischen den Gebäuden oder beim Kaffee.

Eine zentrale Funktion übernimmt der Y.Pavillon im Herzen des Campus. Mit seinem Industrial-Style und maßgefertigten italienischen Möbeln dient er tagsüber als Treffpunkt für Studierende und Mitarbeiter der umliegenden Büros; nach den regulären Öffnungszeiten fungiert er als Event- und Partylocation. Ein vergleichbares Doppelkonzept verfolgt die Birdie-Bar in einem roten Backsteinbungalow.

„Ein Campus forciert Vernetzung. Wissenschaftliche Erkenntnisse finden den direkten Weg in Gestaltung, Kommunikation und Anwendung. Kreative Impulse fließen zurück in Forschung und Lehre. Die Wissensarbeiter vor Ort profitieren von kurzen Wegen, schnellen Abstimmungen und einem gemeinsamen Verständnis für Qualität und Zukunftsthemen.“
—Michael Dorsfeld, Senior Projektmanager Immobilienmanagement bei der Carl Remigius Fresenius Education Group

Ausblick 2026

Ab 2026 positioniert sich die Infanteriestraße 11a explizit als Standort für technologische Innovation.

„In Zeiten der Künstlichen Intelligenz werden solche Quartiere in München wichtiger denn je. Hier entstehen Lösungen für die großen Fragen unserer Zeit — von Datenmanagement über Kundenerlebnisse bis hin zu nachhaltiger Energie und zukunftsfähigem Bauen. Die überall dringend benötigten Innovationsimpulse entstehen durch vernetztes Wissen.“
—Maximilian von der Leyen

Der Campus produziert nach Einschätzung der Allgemeinen SÜDBODEN Bilder, Botschaften, Konzepte und Marken mit einer Reichweite weit über München hinaus. 

„Das Quartier Infanteriestraße steht exemplarisch für ein neues Münchner Selbstverständnis, in dem Denken, Gestalten und Umsetzung zusammenfinden.“
—Maximilian von der Leyen

Aus einem ehemaligen Kasernenstandort ist damit ein branchenübergreifender Wissens-Cluster entstanden, der als Referenzmodell für die Entwicklung urbaner Innovationsquartiere taugt.